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11. März 2013  | Von bernd Kalkhof

Quelle: Darmstädter Echo

 

Erste Heimniederlage

 

Handball, Dritte Liga – Tabellenführer Friedberg nutzt Groß-Bieberaus Angriffsschwächen

 

Da war mehr drin für die TSG Groß-Bieberau. Mit dem 24:28 (12:10) gegen den TSV Friedberg, Primus der Dritten Handball-Bundesliga, kassierten die Odenwälder am Samstagabend die erste Heimniederlage.

 

Erste Heimniederlage
Foul: Im Spitzenspiel der Dritten Handball-Bundesliga Süd unterlag die TSG Groß-Bieberau am Samstagabend Tabellenführer TSV Friedberg 24:28. Hier wird Dennis Rybakow hart angegangen. Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

Spielertrainer Florian Bauer bemängelte die fahrlässige Verwertung von Großchancen: „Wir haben vor der Pause eine höhere Führung verschenkt und beim 18:14 müssen wir den Sack zumachen. Dann hat aber irgendwie jeder mal die falsche Entscheidung getroffen.“

600 Zuschauer wollten das Spitzenspiel sehen. Die TSG Groß-Bieberau beherrschte Friedberg über weite Strecken und brachte den Tabellenführer mehrfach an den Rand einer Niederlage. In den entscheidenden Phasen war das Angriffsspiel dann zu fehlerhaft. Friedberg verbuchte mit einer starken Schluss-Viertelstunde die ersten Zähler in der Großsporthalle und revanchierte sich für die Hinspiel-Niederlage.

Schon in der ersten Halbzeit hätten die Odenwälder höher führen können. Doch beste Chancen wurden am Tor vorbeigeworfen oder die Würfe trafen den guten Gäste-Torwart Benjamin von Petersdorff. So blieb ein Zwei-Tore-Vorsprung, den Groß-Bieberau nach dem Wechsel ausbaute. Nach 45 Minuten stand es 18:14. Friedberg wackelte – besonders nach der zweiten Zeitstrafe des starken Halblinken Jonas Link (5).

Doch verpassten die Gastgeber das 19:14 und nach einer Phase in Unterzahl ging alles ganz schnell: Abspielfehler, fahrlässige Kreisanspiele, die Schwaben schafften binnen drei Minuten das 18:18 und untermauerten ihre Qualität. Auch nach dem 20:20 zehn Minuten vor Schluss: Groß-Bieberau ließ sich in doppelter Überzahl locker ausspielen und traf vorn viermal die falsche Entscheidung. Friedberg erhöhte innerhalb von vier Minuten auf 25:20.

Es war auffällig: in den letzten zehn Minuten ging den Gastgebern auch etwas die Kraft aus. Was Physiotherapeut Harald Janßen bestätigte: „Beruflich waren viele Leistungsträger unter der Woche verhindert. Das war am Ende mit ausschlaggebend“, bilanzierte der langjährige Betreuer der Odenwälder. Auch Torjäger und Siebenmeterschütze Michael Malik (verletzt) hinterließ eine Lücke.

Letztlich hatten die Gäste auch mehr Qualität in Reserve. Der Rückraum ist beinahe auf jeder Position doppelt stark besetzt, auch ohne Linkshänder.