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Handball, Dritte Liga

28:25 gegen SG Herrenberg – Angriff vergibt viele Chancen

Es war ein hektischer, zerfahrener Vergleich vor knapp 400 Zuschauern in der Sporthalle Groß-Bieberau. Dabei quälten sich die Odenwälder gut 35 Minuten, ehe sie richtigen Zugriff auf die Partie fanden. Zuvor präsentierten sich die abstiegsbedrohten Schwaben als zielstrebige Einheit.


 


Einsatz: Die TSG Groß-Bieberau schlug am Samstagabend in der Dritten Handball-Bundesliga die SG Herrenberg mit 28:25. Hier setzt sich Till Buschmann durch und wirft einen Treffer. Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Herrenbergs Trainer Stephan Christ überraschte die Gastgeber mit einer unkonventionellen, halboffensiven Abwehr. Nach zehn Minuten stand es plötzlich 2:5. Es dauerte 20 Minuten, ehe die Mannschaft um Spielertrainer Florian Bauer die Führung übernahm (11:8). Sicherheit gab diese nicht, Herrenberg traf anschließend fünfmal in Folge. 
Den 12:13-Rückstand zur Pause hatte Groß-Bieberau schnell vergessen. Wie so oft kamen die Spieler aufgeweckt aus der Kabine. Dank etlicher Paraden des starken Torhüters Markus Podesndek (20 gehaltene Bälle) gelang nach 50 Minuten ein beruhigender 24:20-Vorsprung. Hektisch blieb es trotzdem, denn die Chancenverwertung blieb mangelhaft. Beispiel: ein Überzahl-Spiel, in dem es die Odenwälder in einem Angriff viermal nicht schafften, das Tor zu treffen. „Das war ja schon peinlich“, tadelte Florian Bauer. „Die Statistik belegt 15 vergebene freie Chancen, das ist einfach zuviel“, kritisierte der Spielertrainer. Zum Erfolg gegen den Drittletzten, von dem Bauer mehr Aggressivität erwartet hätte, reichte es trotzdem.
Nach dem Schlusspfiff plauderte Groß-Bieberaus Sportlicher Leiter Georg Gaydoul ganz entspannt schon über die Personalplanungen für die nächste Saison. Der Kader wird ein völlig neues, verjüngtes Gesicht erhalten. Erfahrene Leistungsträger wie die Rybakow-Brüder Dennis und Alexej sowie Mannschaftskapitän Mathias Konrad gehen. Dafür wurden Darren Weber und Peter Grimm verpflichtet. Ein weiterer erfahrener Kreisläufer soll nächste Woche zusagen, ebenso ein Linkshänder (Rückraum) aus der Zweiten Liga.
Damit bliebe lediglich noch die Position im halblinken Rückraum vakant. Die allerdings ist schwer zu besetzen. „Wir hoffen, auch dort bald Vollzug melden zu können. Ansonsten sind wir in den Planungen schon deutlich weiter als die meisten anderen Clubs in dieser Staffel“, zeigte sich Gaydoul zufrieden.

28. Januar 2013  | Von Bernd Kalkhof
Quelle: Darmstädter Echo