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Dritte Bundesliga 04.11.2016

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

SÜDHESSEN - In der Dritten Liga messen sich die Handballer der MSG Bieberau/Modau mit Zweitliga-Absteiger HF Springe. Dagegen bekommt es die MSG Groß-Umstadt mit einem Aufsteiger zu tun. Die HSG Hanau lädt zum Rhein-Main-Derby.

 

Ein höchst interessanter Konkurrent stellt sich zur ungewohnten Spielzeit am Sonntagnachmittag (17 Uhr) in der Groß-Bieberauer Großsporthalle vor. Der nächste Gegner der MSG Bieberau/Modau, die Handballfreunde Springe, hat turbulente Monate hinter sich. Erst hatte sich der damalige Zweitligist nach desaströser Hinrunde dank einer formidablen Rückrunde sportlich den Klassenerhalt gesichert, dann war trotzdem alles umsonst. Das Management hatte schlichtweg vergessen, die Nachweise zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit fristgerecht bei der Handball-Bundesliga (HBL) einzureichen.

 

Nun wollen die Niedersachsen natürlich so schnell wie möglich zurück in die zweithöchste deutsche Liga. Dafür konnte Springe etliche Leistungsträger halten. Eine robuste, erfahrene Mannschaft, bei der mit Sebastian Preiß sogar ein Weltmeister vom 2007 am Kreis spielt, erwartet die Mannen von Falken-Trainer Ralf Ludwig. Und die Gäste stehen schon gewaltig unter Druck. Mit 8:8 Punkten hat der Absteiger die Spitzenplätze längst aus dem Visier verloren. Zudem verletzte sich Torjäger Maximilian Schüttemeyer am Knie. Mit breiter Brust warten dagegen die Odenwälder auf den Kontrahenten, dessen Stärke Ralf Ludwig wohl einzuschätzen weiß: „Springe hat eine gute Mannschaft, aber die haben wir auch. Wir wollen Anschluss an die Spitze halten und unbedingt gewinnen“, erklärt der MSG-Trainer mit Blick auf das dritte Heimspiel in Folge gegen Tabellenführer Eintracht Hildesheim kommenden Samstag. Und Ludwig kann im Gegensatz zu den Gästen beinahe aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Michael Malik (Strecksehneriss im Finger) dürften alle Akteure dabei sein.

 

Zum zweiten Mal trifft die MSG Groß-Umstadt auf einen hessischen Verein in der Oststaffel. Gleich zum Saisonstart wurde der TV Gelnhausen in die Schranken gewiesen, nun wollen die Akteure von Trainer Tim Beckmann bei einem Neuling nachlegen. Am Samstag (17.00 Uhr, Main-Kinzig-Halle) fährt die MSG nach Hanau. Die dortige HSG schreibt seit Jahren eine Erfolgsgeschichte, die zuletzt mit dem Drittliga-Aufstieg belohnt wurde. Trainiert werden die Hanauer von Patrick Beer, der beim TV Groß-Umstadt jahrelang den Takt auf der Mittelposition angab. Auch Linkshänder Tilman Werner spielte in Blau-Weiß, ehe der Halbrechte wegen des Studiums nach Mittelhessen zog.

Man kennt sich also und diese Tatsache macht den Vergleich noch interessanter. Hanau hat sich bisher ordentlich geschlagen, steht mit 4:10 Zählern allerdings hinten drin. Bitter für den Aufsteiger war die Verletzung von Rückraumspieler Marc Strohl, der aus der zweiten Liga an den Main zurückkehrte. Mit Yaron Pillmann hat die HSG aber einen starken Werfer in ihren Reihen. Bei der MSG fehlt Markus Eisenträger, der weiterhin Probleme mit dem Sprunggelenk hat.