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Dritte Bundesliga 14.11.2016

 

 

 

Alle Dämme brachen als Lucas Lorenz den letzten Treffer zum 29:27-Erfolg der MSG Falken über den bisher ungeschlagenen Tabellenführer beisteuerte.

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

GROSS-BIEBERAU - Die MSG Bieberau/Modau feierte am Samstag vor gut 700 Zuschauern einen hochverdienten 29:27 (15:15)-Erfolg gegen den vorher ungeschlagenen Tabellenführer Eintracht Hildesheim. Im stimmungsvollen Heimspiel bot der Handball-Drittligist eine leidenschaftliche Vorstellung gegen einen individuell starken Gegner. Dabei sah es vor dem Anpfiff gar nicht gut aus für die Südhessen. Torjäger Daniel Zele hatte sich im Training einen Finger gebrochen, Maxi Schubert fiel mit einer hartnäckigen Grippe aus. Damit fehlte der MSG praktisch die gesamte linke Angriffsseite. Gerade Zele ist zudem ein wichtiger Baustein der Abwehr.

Doch die verbliebenen Mannschaftskameraden wuchsen über sich hinaus und zeigten von Beginn an, dass sie trotzdem für einen Coup bereit waren. Sofort entwickelte sich ein hochklassiges Handballspiel mit enormem Tempo und hoher Ballsicherheit. Hildesheim imponierte mit seinem gradlinigen Angriffsspiel und schnörkellosem Abschluss. Besonders der bullige Kreisläufer Nikolaos Tzoufras war schwer zu verteidigen, aber die MSG-Defensive um die formidablen Lucas Lorenz und Till Buschmann ackerte unermüdlich. Mit Torwart Martin Juzbasic im Rücken, der die Gäste bereits in der Anfangsphase entnervte und am Ende mit 22 Paraden zum Matchwinner wurde. Die Odenwälder gingen mit 6:4 in Führung. Hildesheim blieb aber dran, auch, weil mit Jakub Lefan ein weiterer Klasse Keeper auf dem Feld stand.

 

In der Halbzeitpause fragten sich viele Zuschauer, ob der dezimierte MSG-Kader dieses Niveau halten kann. Er konnte. Angetrieben vom vorzüglichen Taktgeber Benedikt Seeger, der zudem sieben Tore beisteuerte, legten die Gastgeber immer wieder vor und ließen sich dabei auch nicht von vier Zeitstrafen im zweiten Durchgang irritieren. Immer wenn Hildesheim ganz knapp am Ausgleich war, legte die MSG nach. Allen voran der junge Kris Jost, der für Zele und Schubert in die Bresche sprang. Den jungen Allrounder hatte Hildesheim überhaupt nicht auf dem Schirm. Nach 50 Minuten schafften die Hausherren erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung. Die Zuschauer hielt es schon nach 55 Minuten nicht mehr auf ihren Plätzen. Hildesheim hatte noch einige taktische Maßnahmen parat, die Falken ließen sich aber nicht mehr beirren, und mit dem Schlusspfiff brachen alle Dämme.

 

„Das war ein sensationeller Fight. Heute durfte ich eine richtig geile Truppe coachen“, war Ralf Ludwig selber ein wenig überrascht. Der MSG-Trainer hatte zuvor oft genug erlebt, dass sein Team gegen Spitzenmannschaften nicht seine beste Leistung abrufen konnte. An diesem Samstag schon. Mit dem verdienten Erfolg setzen sich die Odenwälder vorerst als Tabellendritter in der Spitzengruppe fest. Vom Ligaprimus Hildesheim nur durch zwei Zähler getrennt.

MSG: Juzbasic und Khan (im Tor), Seeger 7, Kossler 2, Jost 8, Malik 1/1, Buschmann 6, Lorenz 4, von Stein, Büttner, Weber 1, Arnold, Göttmann, Haupttorschützen Hildesheim: John 10/4, Simon 4, Kucharin 4, Zeitstrafen: 5/4, Siebenmeter: 2/1 und 7/4, Zuschauer: 700.