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Dritte Bundesliga 16.01.2017

 

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Bieberaus Führung bleibt trotz bitterer Niederlage gegen Nieder-Roden entspannt

GROSS-BIEBERAU - (kaf). Trotz der unglücklichen 25:26 (12:12)-Niederlage gegen die HSG Nieder-Roden bleibt man im Lager der MSG Bieberau/Modau entspannt. Schließlich betrieben beide Mannschaften 60 Minuten lang Werbung für den Handball. Die beiden Aufeinandertreffen zwischen der MSG Bieberau/ Modau und der HSG Nieder-Roden waren an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten. Und während sich die Odenwälder im Hinspiel glücklich mit 30:29 durchsetzten, lagen nun die Rodgauer ebenso knapp vorne.

Siegtreffer in letzter Sekunde aus extrem spitzem Winkel

Dabei hatten es die Falken am Freitagabend vor über 800 Zuschauern selber in der Hand, das Derby für sich zu entscheiden. Michael Malik, an diesem Abend noch einer der auffälligsten MSG-Akteure, scheiterte 20 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Siebenmeter an Marco Rhein. Nieder-Rodens Torwart wurde zum Spieler des Tages, nachdem er mit einer bärenstarken Vorstellung seinen ebenfalls guten Gegenüber Martin Juzbasic noch in den Schatten stellte.

Der zweite Held der Gäste war Michael Weidinger, der im Gegenzug quasi mit dem Schlusspfiff aus unmöglichem Winkel von rechts außen traf. So endete der hart umkämpfte Vergleich mit der dritten Saisonniederlage für die Gastgeber – und dem ersten Sieg von Nieder-Roden in Groß-Bieberau. Entsprechend ausgelassen feierten die mit ihren 200 mitgereisten Anhängern. Nieder-Rodens Betreuer Peter Wade sprach hernach von einer erzwungenen Glücksituation: „Nach den Leistungen der letzten Jahre waren wir einfach mal dran, hier zu gewinnen. Das nötige Glück dazu haben wir uns heute auf dem Parkett erarbeitet“. In jedem Fall profitierte der regionale Konkurrent von den Schwächen der Falken im Torabschluss. So wurden unter anderem drei Siebenmeter nicht verwertet.

Einigen Leistungsträgern scheinen Freitagsspiele nicht zu schmecken. MSG-Betreuer Harald Janßen bestätigte die mentalen Probleme, die entstehen, wenn man direkt vom Arbeitsplatz auf das Handballparkett kommt. So konnte der ansonsten oft geniale Spielgestalter Benedikt Seeger seine Form dieses Mal nicht abrufen. Auch Rückkehrer Daniel Zele fand nach überstandener Handverletzung noch nicht zu seiner alten Torgefährlichkeit.

Die Vereinsregie und das Trainergespann um Ralf Ludwig und Christian Zölls blieben trotz der Niederlage recht entspannt. Zwar ist man den zweiten Tabellenplatz los, mit 24:8 Punkten gehören die Südhessen punktgleich mit Großwallstadt und Dresden aber immer noch zum Verfolgertrio von Spitzenreiter Eintracht Hildesheim.

MSG Bieberau/Modau: Juzbasic, Khan (im Tor), Buschmann 7, Jost 4, Malik 4/2, Kossler 3, Seeger 2, von Stein 2, Zele 1, Lorenz 1, Weber 1, Büttner, Kovacs, Lebherz;

Beste Werfer Nieder-Roden: Kaiser 8/5, Müller 7, Schmid 5. Zuschauer: 820.