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25. März 2013  | kaf

Quelle: Darmstädter Echo

 

Aufgeholt – und doch verloren

 

Handball, Dritte Liga – TSG Groß-Bieberau unterliegt in Nieder-Roden mit 22:23

 

Fünf Tore von Michael Malik reichten der TSG Groß-Bieberau auch nicht zum Sieg

 

Das Derby war spannend, weil es von zwei konsequenten Abwehrreihen geprägt war. Was aber das junge, enorm schnelle HSG-Ensemble 40 Minuten leistete, war enorm. Nieder-Rodens Trainer Alexander Hauptmann hatte im Dress des TV Kirchzell selbst lange gegen die Odenwälder gespielt, wusste um die vakanten Punkte im Spielaufbau.

 

Seine Spieler agierten in einer 6:0-Formation, aber mit unglaublich hoher Aggressivität und schnellen Beinen. Eine Taktik, die griff. Groß-Bieberaus Michael Malik (fünf Tore) wurde bei jedem Ballkontakt konsequent vom starken Tim Henkel attackiert. „Nieder-Roden hat richtig gut gedeckt. Man hat gemerkt, dass sie die Punkte noch dringend brauchen“, war auch der junge Rückraumspieler beeindruckt.

 

Durch Ballerverluste der zumeist ratlosen TSG-Spieler oder nach Paraden des bärenstarken HSG-Keepers Marco Rhein griff die erste und zweite Angriffswelle. Die HSG kam zu leichten Tempotoren über ihre rechte Angriffsseite um Torjäger Timo Kaiser (10/4).

 

Die Odenwälder hingegen patzten vorne, präsentierten aber ebenfalls eine gute Abwehr. So war es spannend, ehe sich die Rodgauer nach dem 9:9 auf 12:9 zur Pause absetzen konnten. Groß-Bieberaus Spielertrainer Florian Bauer hoffte nach einer eindringlichen Halbzeitansprache auf mehr Kreativität im Spielaufbau. Nach dem 10:13 von Alexander Lemke gelang den Gästen minutenlang kein Tor, Nieder-Roden konterte zum 17:10.

 

„Da haben alle gedacht, wir hätten die Partie schon verloren. Doch wir wollten einfach mehr und haben uns noch mal richtig reingekniet“, erklärte Malik die folgende erfolgreiche Phase. Die TSG stand dicht gegen die nun konditionell schwächer werdenden Gastgeber. Schnelle Tore sorgten für die Wende, nach 47 Minuten schaffte Till Buschmann das 18:18.

 

Die Führung gelang den Gästen indes nicht, was auch Malik als Knackpunkt bezeichnete. „Wenn wir das 19:18 machen, sind wir obenauf“. So folgten hektische Schlussminuten. Ein fragwürdiger Siebenmeter sorgte 30 Sekunden vor dem Abpfiff für den 22:23-Rückstand. Den letzten Ball warf Malik über das Gehäuse. „Ich dachte, wir hätten nur noch zwei Sekunden zu spielen. Dabei waren es noch sechs“. Trotz dieser Fehleinschätzung lieferte der 19-Jährige eine ordentliche Leistung.

 

Bereits am Freitag stellte die TSG Groß-Bieberau die Weichen für eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Modau (wir berichteten). Von den 58 anwesenden Mitgliedern stimmten 46 für einen Zusammenschluss, zwei dagegen.