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Am Gründonnerstag treffen in der Darmstädter Böllenfalltorhalle zum wiederholten Male die Teams der MSG Groß-Bieberau/ Modau und der MSG Groß-Umstadt im Derby aufeinander. Doch könnten die Umstände des Aufeinandertreffens nicht unterschiedlicher sein. Die Gäste aus Groß-Umstadt befinden  sich in akuter Abstiegssitutation, die wieder in die Gänge gekommenen Groß-Bieberau nach wie vor im vorderen Tabellendritten mit Sicht auf Platz fünf der 3. Handball-Bundesliga Ost. Die Mannschaft von Trainer Ralf Ludwig der nach dieser Saison eine Pause einlegen wird, gewann zuletzt die Partie gegen den TSV Burgdorf II sicher und konnte im Derby in Gelnhausen beim 30:26-Erfolg überzeugen. Das Team aus Groß-Umstadt von Coach Tim Beckmann ist überhaupt nicht zu beneiden. Zuletzt gab es zwei Niederlagen bei der HSG Burgwedel und vor allem zuletzt zuhause gegen die HSG Nieder-Roden. Platz 15, dass ist der derzeitige Tabellenplatz, der erste Nichtabstiegsplatz ist bei noch vier ausstehenden Saisonspielen bei drei Punkten Rückstand nur mit einer Energieleistung erreichbar und zudem wäre man auf Schützenhilfe angewiesen. Was bleibt ist der Blick auf den 14. Tabellenplatz, denn möglicherweise gibt es ein Relegationsspiel um den Verbleib in der dritten Liga. „Es wäre sehr schade, wenn wir in der nächstes Saison die Umstädter nicht mehr in der Liga hätten. Da gehören sie einfach hin. Es würden uns zwei tolle Derby fehlen und nachdem Kirchzell schon absteigt, wäre dass für den Handball in der Region ein heftiger Schlag“, zeigt Groß-Bieberaus Geschäftsführer Georg Gaydoul ein mögliches Szenario auf.

Doch auch für die MSG Groß-Bieberau/ Modau wird es eine heftige Zäsur zur neuen Saison geben. Das Trainererfolgsduo Ralf Ludwig und Christian Zölls legt eine selbst auferlegte Pause ein, verdiente Spieler wie Benedikt Seeger, Lucas Lorenz, Felix Kossler und Daniel Zele hören auf oder verlassen den Verein. Nachwuchsspieler Fabian Kovacs sucht eine neue Herausforderung, Ben Göttmann und Max Schubert ebenfalls. Doch kommt dieser Umbruch keinesfalls unvorbereitet. „Wir wussten, dass wir irgendwann einmal diesen Schritt gehen müssen und haben frühzeitig uns umgeschaut. Mit Michael Malik, Till Buschmann, Darren Weber und Robin Büttner verfügen wir neben den Keepern über einige bereits sehr erfahrene Spieler die nun Lücken schließen müssen. Es kommen mit Jonas Dambach, Hrovje Bativiovix, Jonas Ahrensmeier, David Rivic und Dzugias Jusys junge, hungrige, aber auch erfahrene Spieler hinzu, die eingefügt werden müssen“, zeigt Georg Gaydoul die Linie auf. Mit Thorsten Schmid und Oliver Lücke wurden zwei Trainer verpflichtet, die noch mehr für eine Verzahnung des Drittligateams mit der Landesligamannschaft herbeiführen wollen.  Mit Jonas Ahrensmeier, Thorben Löffler und Simon Haas (alle TuS Griesheim) sowie Keeper Florian Zeising (SG Arheilgen) kommen Talente hinzu, die sich über die Landesliga-Mannschaft weiterentwickeln sollen, um in spätestens zwei Jahren in der Dritten Liga zu spielen. Man ist sich in Groß-Bieberau nicht Bange, dass auch in der kommenden Saison eine ordentliche Mannschaft auf dem Parkett auflaufen wird. Dennoch sollte man den Spielern und den neuen Trainern einen ordentlichen Kredit mitgeben, denn das Team muss sich erst finden. Die Erwartungen will man daher zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht bestimmen. Jetzt gilt es erst einmal den sechsten Tabellenplatz zu sichern und den beiden Coaches und den Spielern die am Ende in Groß-Bieberau aufhören werden, einen ordentlichen Abschied zu ermöglichen. Hierzu gehört selbstverständlich ein Sieg im Derby gegen Groß-Umstadt. Wie sagte Trainer Ralf Ludwig zuletzt in der Pressekonferenz in Groß-Bieberau: „Meine Mannschaft will immer gewinnen, auch das Derby in Darmstadt gegen Groß-Umstadt“. (pfl)