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Dritte Bundesliga 24.04.2017

Benedikt Seeger wurde wie viele andere Spieler vor dem letzten Heimspiel für die MSG Bieberau/Modau von Teammanager Georg Gaydoul mit herzlichen Worten und einem Präsent verabschiedet. Der langjährige Leistungsträger bedankte sich noch einmal mit einer herausragenden Leistung und acht Treffern.	 Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Bieberau/Modau begeistert gegen Hanau / Seeger und Lorenz im Mittelpunkt

GROSS-BIEBERAU - Emotionaler Abend mit vorzüglichem Tempohandball. 600 Zuschauer bekamen am Freitagabend beim 32:25 (15:9)-Derbyerfolg der MSG Bieberau/Modau gegen die HSG Hanau so einiges geboten. Die Zuschauer wollten nach dem souveränen Erfolg trotz später Stunde gar nicht mehr nach Hause gehen. Viele kleine Gruppen standen noch lange nach dem Spiel im Foyer zusammen, um über die Gegenwart und Zukunft des Drittligisten aus dem Odenwald zu fachsimpeln.

 

Im Mittelpunkt standen die Spieler, die zuvor verabschiedet wurden. Am gefragtesten waren Antreiber Benedikt Seeger und Kreisläufer Lucas Lorenz. Das geniale Duo hatte dem emotionalen Vergleich mit dem Hanauer Jungbrunnen seinen Stempel aufgedrückt. Sie erzielten gemeinsam beinahe die Hälfte aller Bieberauer Tore. Seegers Spielwitz und Routine gab dem großgewachsenen Mittelblock des Liga-Neulings Rätsel auf. „Immer, wenn wir dran waren, haben uns die beiden einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte Patrick Beer. Hanaus Trainer, der einst das Angriffspiel des TV Groß-Umstadt lenkte, gratulierte dem Kontrahenten zum verdienten Sieg. „So schnell konnten wir gar nicht schauen, da stand es schon 4:12 gegen uns“, sagte Beer mit Blick auf den fulminanten Spielauftakt der MSG.

 

 

Dem Offensivspiel der Hanauer fehlte die ordnende Hand. Da wurde der bundesliga-erfahrene Taktgeber Phillip Reuter schmerzlich vermisst. „Die Mannschaft hat wochenlang am Limit gespielt. Das ist uns heute leider nicht gelungen“, bilanzierte Beer. Doch alleine schon der Klassenerhalt, den die Hanauer am vorletzten Spieltag gesichert hatten, sollte der jungen Talentschmiede den gebührenden Respekt einbringen.

 

Die Falken zeigten erneut eine leidenschaftliche Leistung, auch wenn gute Möglichkeiten ausgelassen wurden. Ganze 18 Fehlwürfe und technische Fehler notierten die Statistiker, ein starker Wert. Bei den Südhessen, die sich den Derbyerfolg auch aufgrund der starken Defensive um Michael Malik und Lucas Lorenz verdienten, wurden bereits vor dem Anpfiff neben Trainer Ralf Ludwig ein halbes Dutzend Spieler verabschiedet. Benedikt Seeger, Lucas Lorenz, Felix Kossler, Daniel Zele und Benjamin Göttmann gehen.

MSG: Juzbasic und Khan, Seeger 8, Lorenz 7, Malik 5/1, Jost 5, Büttner 3, Kossler 1, Zele 1, Weber, Arnold 1, von Stein 1 und Göttmann, Haupttorschützen Hanau: Strohl 7, Appel 6, Christoffel 4/2, Zeitstrafen: 3/5, Siebenmeter: 1/1 und 5/3, Zuschauer: 600.