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21.09.2017 09:20 Uhr - 3. Liga Ost - noa

3. Liga kompakt - Oststaffel: Aufsteiger rückt auf Platz 2, letzte Mannschaften punkten erstmals

 

Nach dem 4. Spieltag der 3. Liga Ost haben alle Mannschaften mindestens 2 Punkte auf dem Konto. Die GSV Eintracht Baunatal überraschte mit einem 27:26-Auswärtssieg gegen den TV Großwallstadt. Wenig später gab der TVG den Abschied von Trainer Heiko Karrer bekannt. Ebenfalls erstmals punkten konnte die MSG Groß-Bieberau/Modau mit einem klaren 31:22-Erfolg gegen den SV Anhalt Bernburg. An der Spitze bleibt weiterhin Favorit Leutershausen, während sich der Aufsteiger Northeimer HC mit dem dritten Sieg in Serie in die Verfolgerposition gespielt hat.

 

MSG Groß-Bieberau/Modau - SV Anhalt Bernburg 31:22 (16:7)

Für die MSG Groß-Bieberau/Modau kam der erlösende erste Sieg im vierten Spiel. Den Grundstein zum deutlichen Sieg legte die Mannschaft bereits in der ersten Halbzeit. Von Beginn an dominierten die Hausherren die Partie und gingen mit einem Neun-Tore-Vorsprung in die Pause. Aufgrund der hohen Führung bewahrte Groß-Bieberau/Modau auch nach dem Seitenwechsel die Ruhe und ließ sich selbst beim 23:17-Zwischenstand nicht aus der Ruhe bringen. Bernburg spielte zwar deutlich besser, konnte die große Hypothek nach der schwachen ersten Hälfte nicht wettmachen. "Unsere Mannschaft wollte den Sieg dann einfach mehr", wurde MSG-Geschäftsführer Georg Gaydoul auf der Vereinshomepage zitiert. Der elffache Torschütze Lucas Bauer rundete am Ende der Begegnung den deutlichen Sieg der Gastgeber mit einem Kempa-Tor ab.

SC Magdeburg II - SG Leutershausen 27:35 (11:17)

Mit 8:0 Punkten bleibt die SG Leutershausen Tabellenführer der 3. Liga Ost. Trainer Marc Nagel zeigte sich glücklich nach dem Abpfiff: "Am Anfang war die Truppe aus Magdeburg noch mit uns auf Augenhöhe. Am Ende der ersten Halbzeit hat man dann aber gemerkt, dass bei ihnen die Kräfte nachgelassen haben, der 8:2-Lauf war dann entscheidend - das war eine gute Mannschaftsleistung heute, ich bin sehr zufrieden." Auch Rechtsaußen Sascha Pfattheicher war gut drauf, sorgte mit seinem Treffer zum 26:19 eine Viertelstunde vor Schluss für eine erste kleine Vorentscheidung - er trug sich insgesamt siebenmal in die Torschützenliste ein, auch Jaeger traf siebenmal. "In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel dann unter Kontrolle, alle Jungs konnten eingesetzt werden - im Angriff haben wir das spielerisch sehr gut gelöst, dazu kam ein starker Alexander Hübe im Tor", so Nagel.

HSC 2000 Coburg II - TV Germania Großsachsen 32:24 (17:14)

Der TVG Großsachsen kassierte beim Tabellennachbarn aus Coburg eine weitere Niederlage und ist somit am Tabellenende der 3. Liga Ost angekommen. Coburg drehte die Partie zum 5:4 (7.). Letzmalig in Führung ging der TVG beim 6:7 (11.) durch Philipp Ulrich. Der Kreisläufer, und einer der Haupttorschützen des TVG schied in Folge mit einer Schulterverletzung aus und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Doch nicht nur in der Offensive hinterließ Philipp Ulrich eine Lücke. Auch der Abwehrverband war in der Folge löchrig. Die Heimsieben kamen zu leichten Treffern und legten bis zum Halbzeitpfiff auf 17:14 vor. Nach dem Pausentee war Großsachsen nach Treffern von Jan Triebskorn und Robin Unger beim 17:16 (35.) wieder dran. Bis zum 20:18 (40.) blieb man in Schlagdistanz musste in Folge aber Coburg ziehen lassen. Beim 25:19 (45.) war die Partie entschieden. Großsachsen kam nicht mehr ins Spiel und musste am Ende eine hohe Niederlage einstecken.

HSC Bad Neustadt - HSG Rodgau Nieder-Roden 22:22 (12:10)

Wer in die Gesichter der Akteure direkt nach dem Abpfiff schaute, würde eindeutig sagen: ´Diese Spieler haben einen Punkt verloren´. Dies lag an der turbulenten Schlussminute, in der Rodgau Nieder-Roden mit zwei Toren (20:22) geführt hatte, 8 Sekunden vor dem Ende einen freien Ball nicht im Gehäuse der Gastgeber unterbringen konnte und zu allem Überfluss mit dem Schlusspfiff noch den Ausgleich hinnehmen musste. Nach der enttäuschenden Vorstellung in der vergangenen Woche gegen Northeim und mehreren Fünf-Tore-Rückständen war die HSG Rodgau Nieder-Roden dennoch insgesamt mit der gezeigten Trotzreaktion und dem einen Punkt zufrieden. "Kämpferisch war das heute absolut in Ordnung. Nach einem deutlichen Rückstand in Bad Neustadt so zurückzukommen ist nicht selbstverständlich. Ganz am Ende hat uns etwas die "Abgezocktheit" gefehlt aber die Einstellung und die Körpersprache waren im Vergleich zur letzten Woche viel besser. Den Punkt nehmen wir gerne mit nach Rodgau und schauen ab Montag auf den nächsten Gegner, der mit Sicherheit nicht einfacher zu bezwingen sein wird", gab Trainer Jan Redmann anschließend zu Protokoll.

TV Großwallstadt - GSV Eintracht Baunatal 26:27 (12:11)

Es ist erst zwei Wochen her, da schien am bayerischen Untermain der Himmel voller Geigen zu hängen. Großwallstadt hatte die beiden ersten Rundenspiele gewonnen und war damit so gut in eine Saison gestartet wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Nur 14 Tage später ist der Zuversicht zumindest zu einem Teil Ernüchterung gewichen. Einer 23:29-Pleite am letzten Wochenende in Gelnhausen folgte nun, am zurückliegenden Samstag, eine 26:27 (12:11)-Heimniederlage gegen den GSV Eintracht Baunatal. "Bei allem gebotenen Respekt ein Gegner, der als Tabellenvorletzter anreiste und in seinen ersten drei Saisonspielen nicht einen Punkt für sich verbuchen konnte. Ein Kontrahent, der nach Elsenfeld mit vier Auswechselspielern reiste, wovon laut dem eigenen Trainer einer in dieser Runde noch gar nicht zum Zug kam, und ein anderer eigentlich der Co-Trainer ist. Ein Widerpart, der sogar selbst vor der Partie schon von einem Start mit 0:8-Punkten gesprochen hatte, sich also in Elsenfeld als Verlierer angesehen hatte", verdeutlicht der Pressedienst des TVG die Enttäuschung. Tatsächlich sollte Großwallstadt erst durch ein Siebenmetertor sieben Minuten vor der Schlusssirene ausgleichen. Wer nun aber glaubte, das Unentschieden oder einige Paraden von Arturs Kugis brächten neue Selbstsicherheit, sollte sich getäuscht sehen. Längst hatte die Eintracht ihre Chance gewittert. "In einer spannenden Schlussphase hätten zwar beide sicherlich gewinnen können, und der TVG hatte auch etwas Pech, unverdient war der Gästeerfolg deswegen aber keineswegs", resümierte der Pressedienst des TVG nach dem 26:27.

HC Erlangen II - HSV Bad Blankenburg 30:21 (11:10)

Eine spannende Halbzeit beim Duell mit der Reserve des HC Erlangen, in der die ersten Auswärtspunkte, schon in greifbare Nähe rückten, reichte nicht. In der darauffolgenden zweiten Spielhälfte zeigte der HSV Bad Blankenburg wohl seine bisher schwächste Leistung und musste sich mit 21:30 geschlagen geben. "Viele der mitgereisten Fans hatten noch den starken Start in die zweite Halbzeit gegen die Falken in Erinnerung. Von diesem überfallartigen Druck aber an diesem Abend keine Spur. Ganz im Gegenteil, der Rückraum blieb wirkungslos. Da konnten sich Aufbauspieler Tomác Zeman und die fleißigen Außen noch so abrackern, es fehlte an Zählbaren", berichtet der Pressedienst des HSV.

Northeimer HC - SG Bruchköbel 33:26 (14:12)

Weiterhin überrascht der Aufsteiger Northeimer HC. Auch beim klaren Heimsieg gegen die SG Bruchköbel blieb der NHC dominant und hat sich mit dem dritten Sieg in Folge auf Platz 2 der Liga gespielt. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzten sich die Gastgeber nach 12 Minuten erstmals etwas deutlicher auf 8:4 ab. Doch Bruchköbel blieb in Schlagdistanz, kämpfte sich wenig später wieder auf 9:8 heran. Der Northeimer HC musste viel Defensivarbeit verrichten, um die Führung zu halten, sodass die Hausherren mit 14:12 in die Pause gingen. Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft war in Angriff und Abwehr Paul Hoppe. Mit zehn Treffern war er bester Torschütze seiner Mannschaft, musste aber auch zweimal auf die Strafbank. Seine Ausfälle waren in diesen Phasen schwer zu kompensieren, doch den Gegner hielt der NHC auf Distanz. Spätestens mit dem 29:21 durch Max Berthold nach 51 Minuten war die Partie für den Aufsteiger frühzeitig entscheiden.

HSG Hanau - TV Gelnhausen 23:18 (15:9)

"Das war eine superstarke Teamleistung. Wir waren zu 100 Prozent auf der Höhe", freute sich Hanau-Trainer Patrick Beer über den Auftritt seiner Mannschaft, die nicht nur das verletzungsbedingte Fehlen von Spielmacher und Topscorer Philipp Reuter völlig unaufgeregt wegstecken konnte, sondern sich auch noch den Luxus erlauben konnte, den grippegeschwächten Eric Schaeffter zu schonen. Dank ihres schnellen Umschaltspiels legten die Hanauer mit einem 8:1-Lauf den Grundstein zum Sieg. 12:6 hieß es nach zwanzig Minuten für die Gastgeber. Ein Sonderlob verdienten sich dabei Yaron Pillmann und Max Bergold. "Yaron hat das Tempospiel nach vorne getrieben und überragend vollendet. Max hat einen richtig guten Job gemacht", sagte Beer. Als der HSG zwischen der 36. und 53. Minute in 17 Minuten nur zwei Tore gelangen, war es unter anderem auch dem erneut glänzend aufgelegten Keeper Sebastian Schermuly zu verdanken, dass die Gäste nicht noch einmal auf Schlagdistanz herankamen. Beer: "Wir haben unsere Schwächephase durch eine überragende Abwehrarbeit ausgleichen können."

Ergebnisse des 4. Spieltages









31:22 
(16:7)
27:35 
(11:17)
32:24 
(17:14)
22:22 
(12:10)
26:27 
(12:11)
30:21 
(11:10)
33:26 
(14:12)
23:18 
(15:9)



Tabelle

Pl. Team Sp. Tore G.-Tore Diff. Pkt.
1. SG Leutershausen 4 123 103 20 8:0
2. Northeimer HC 4 130 116 14 6:2
3. HC Erlangen II 4 108 96 12 5:3
4. HSG Rodgau Nieder-Roden 4 115 104 11 5:3
5. HSC Bad Neustadt 4 89 93 -4 5:3
6. TV Gelnhausen 4 96 91 5 4:4
7. HSG Hanau 4 105 101 4 4:4
8. TV Großwallstadt 4 104 104 0 4:4
9. SV Anhalt Bernburg 4 109 110 -1 4:4
10. HSC Coburg II 4 101 104 -3 4:4
11. SC Magdeburg II 4 106 117 -11 4:4
12. SG Bruchköbel 4 103 108 -5 3:5
13. MSG Groß-Bieberau/Modau 4 109 113 -4 2:6
14. GSV Eintracht Baunatal 4 107 119 -12 2:6
15. HSV Bad Blankenburg 4 97 109 -12 2:6
16. Germ. Großsachsen 4 97 111 -14 2:6