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Dritte Bundesliga 27.11.2017

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Bieberau kann sich trotz verlorenen Drittliga-Derbys über ein gutes Spiel freuen

DARMSTADT - Kleinigkeiten machen oft den Unterschied aus. Der eine Fehler zuviel bescherte der MSG Bieberau/Modau eine unglückliche 23:24 (12.13)-Niederlage im Derby der Dritten Handball-Liga gegen den TV Großwallstadt.

Sie hatten alles in die Waagschale geworfen. Doch am Ende eines hochdramatischen Spiels standen die Spieler der MSG Bieberau/Modau am Freitagabend in der Darmstädter Böllenfalltorhalle mit leeren Händen da. Der Sieger, der Tabellenführer aus Großwallstadt, feierte mit seinen 200 mitgereisten Anhängern einen doch sehr glücklichen Erfolg.

Es war wirklich dramatisch, denn ausgerechnet der neben Keeper Martin Juzbasic beste Akteur der Falken wurde zum tragischen Hauptdarsteller. Markus Semmelroth hatte beinahe die Hälfte aller MSG-Tore erzielt, ehe der ehemalige Hüttenberger drei Sekunden vor der Sirene den Ball nur am Pfosten platzierte. „Keinem Spieler hätte ich den Treffer mehr gegönnt“, sagte Thorsten Schmid nach dem Derby. Doch es hatte nicht sollen sein. Die Südhessen hatten den Favoriten eben nur an den Rand einer Niederlage gebracht. Es gab einige Momente, die eine Überraschung verhinderten. „Schade, dass wir in den wichtigen Phasen Fehler gemacht haben. Wie sich die Mannschaft aber immer wieder zurückgekämpft hat, das war schon aller Ehren wert“, sagte Schmid mit Blick auf einige knifflige, unglückliche Aktionen. So verwarf Hrvovje Batinovic beim 21:21 die große Chance zur Führung, als er am ehemaligen Bieberauer Markus Podsendek scheiterte. Die Mainfranken konnten sich hernach bei ihrem Keeper bedanken. Nach seiner Einwechslung konnten die Gäste einen 9:12-Rückstand egalisieren und sogar zur Pause in Führung gehen.

Überhaupt war es die zweite Spielhälfte, in der den 1150 Zuschauern einiges geboten wurde. Leidenschaftliche Abwehrarbeit und enormes Tempo in der Vorwärtsbewegung. Der TVG erwischte nach der Pause den besseren Start, doch die Odenwälder spielten einfach zielstrebig weiter. Mit einem Kempator warfen sich die Falken auf 23:24 heran, ehe die letzte, unglückliche Aktion folgte. Wehgetan hatte den Hausherren eine Phase nach der Pause, als man gleich drei Zeitstrafen hinnehmen musste. „Da haben uns dann die Lösungen gefehlt und Großwallstadt konnte die Führung ausbauen“, haderte MSG-Kapitän Till Buschmann mit dem Beginn der zweiten Halbzeit.

Doch wie viele Beteiligte auch sprach Buschmann von einem packenden Event in der Böllenfalltorhalle, gerade für die Zuschauer. Da schloss sich auch Manager Georg Gaydoul an, der von einer überaus gelungenen Veranstaltung sprach. So ließ sich das sportliche Negativerlebnis allemal verkraften. Ob es in der nächsten Saison zu einer Neuauflage kommt, hängt davon ab, ob der TVG noch in der Liga dabei ist – oder tatsächlich den Aufstieg meistert. „Es ist unser großer Wunsch, aber der Weg ist sehr schwierig“, blieb die Großwallstädter Legende Manfred Hofmann bescheiden.