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MSG Groß-Bieberau/Modau 12.02.2018

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Nach zwei Niederlagen in Folge kommt die MSG Bieberau/Modau über Kampf zum Erfolg

GROSS-BIEBERAU - Es war weder ein schönes, noch ein hochklassiges Derby in der Dritten Handball-Bundesliga am Freitagabend in Groß-Bieberau. Dieser brisante Vergleich vor 650 Zuschauern, den die MSG gegen Hanau mit 24:19 gewann, lebte von Kampf und Dramatik. Und man merkte den Akteuren der MSG Bieberau/Modau an, dass sie die beiden vorangegangenen Negativerlebnisse noch nicht ganz verarbeitet hatten.

Nervös begannen die Falken, die Verunsicherung war allenthalben sichtbar. Die junge Hanauer Mannschaft konnte aus technischen Fehlern jedoch kein Kapital schlagen, denn der Angriff der Gäste um den jungen Maximilian Bergold biss sich an der aggressiven, beweglichen Abwehr der Odenwälder die Zähne aus.

„Wir haben die Chance auf einen Sieg in der ersten Hälfte verspielt. Groß-Bieberau agierte nervös. Wir hätten in dieser Phase mehr Killerinstinkt zeigen müssen“, haderte Patrick Beer mit den vergebenen Möglichkeiten. Hanaus Trainer musste mitansehen, wie sich seine Spieler vom Gegner den Schneid abkaufen ließen. MSG-Keeper Martin Juzbasic sorgte mit seinen Glanzparaden für Kopfschütteln bei den gut 200 Gästefans. Zwei Fehlversuche vom Siebenmeterpunkt und teilweise haarsträubende Abspielfehler rundeten den harmlosen Auftritt der Hanauer Offensive ab. Die 10:8-Führung der Gastgeber zur Pause war etwas schmeichelhaft.

Im zweiten Abschnitt aber steigerte sich die MSG und zog von 13:12 auf 17:12 (43.) davon. Das war die Vorentscheidung. Aufatmen bei den Südhessen, die dank des Erfolges in der Tabelle wieder Boden gutmachen konnten. Dabei mussten sie auf ihren besten Torschützen Markus Semmelroth verzichten. „Wegen einer Knieverletzung war ein Einsatz nicht möglich. Wir brauchen Markus auch noch in den restlichen Partien, da wollen wir kein Risiko eingehen“, erklärte Trainer Thorsten Schmid die Gründe für den Ausfall. Ein positives Zeichen setzte der 17-jährige Ian Weber, der in der zweiten Halbzeit einige gute Aktionen im Eins gegen Eins verzeichnen konnte. Auch sein älterer Bruder Darren hatte mit fünf Treffern großen Anteil an diesem Sieg der Willensstärke.

 

Auf den stabilen Mittelblock ist Verlass

 

Gelassen und ein wenig stolz nahm Schmid die Glückwünsche entgegen. Der erfahrene Trainer weiß um die Qualitäten seiner Mannschaft. Gerade über die Defensive lassen sich in dieser Staffel viele Punkte generieren. Dort war auf den stabilen Mittelblock Verlass.

„Das war ein verdienter Sieg für Groß-Bieberau. Der Gegner hat gekämpft, wir haben den Kampf nicht angenommen“, erklärte Gästetrainer Beer. Nun wollen die Falken am Samstag gegen den TV Gelnhausen nachlegen.

MSG: Juzbasic und Khan (im Tor), Batinovic 5, Florian. Bauer 1, Malik 7/4, Büttner 3, Lucas Bauer, Buschmann 1, Rivic, Darren Weber 5, Ahrensmeier, von Stein 1, Ian Weber 1, Batinovic 5, Dambach; Zeitstrafen: 4/4, Siebenmeter: 6/4 und 7/4, Zuschauer: 650.