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Dritte Bundesliga 19.02.2018

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Drittligist MSG Bieberau/Modau erkämpft 31:29-Erfolg gegen Gelnhausen

GROSS-BIEBERAU - Hauptsache gewonnen. Mit viel Mühe schlug Handball-Drittligist MSG Bieberau/Modau den TV Gelnhausen mit 31:29 (17:16). Den Siegtreffer markierte der 18-jährige Ian Weber.

Drei Sekunden waren am Samstagabend in der Groß-Bieberauer Großsporthalle noch zu spielen, als Weber den entscheidenden Treffer zum 31:29 setzte. Danach kannte der Jubel keine Grenzen. Der erst 18-jährige A-Jugendspieler des Bundesligisten HSG Wetzlar, für die MSG mit Doppelspielrecht ausgestattet, sorgte mit seinem fünften Treffer beim fünften Wurfversuch für Verzücken bei den gut 450 Zuschauern. Doch nicht nur Weber, auch seine Mitspieler mussten sich für den knappen Erfolg mächtig ins Zeug legen. Der abstiegsbedrohte TV Gelnhausen präsentierte sich eben nicht als Punktelieferant.

Mit schnellen, langen Kreuzbewegungen sorgten die Gäste für viel Unruhe in der MSG-Abwehr. So rannten die Falken beim 6:8 und 8:10 einem Rückstand hinterher. „Das hat Gelnhausen gut gemacht. Wir haben im Zentrum zu viele Zweikämpfe verloren und waren auch mal zu spät draußen“, lobte Michael Malik die Gäste. Der Abwehrspezialist, gemeinsam mit Florian Bauer und Till Buschmann für das Defensivzentrum verantwortlich, war auch von der schnellen Mitte des Turnvereins beeindruckt. „Dieses Problem haben wir in der zweiten Halbzeit besser gelöst und allgemein auch etwas mehr Zugriff bekommen“, sagte Malik.

Ein weiterer Grund für die permanente Führung der Odenwälder im zweiten Spielabschnitt war die starke Angriffsleistung. Allen voran Till Buschmann führte sein Team mit acht Treffern in die Erfolgsspur. Immer wenn es eng wurde, war der Kapitän zur Stelle. Das war in den letzten Wochen nicht immer so. Die Schlussviertelstunde verlief dennoch spannend. Immer wieder setzte Gelnhausens Rückraum um Fabian Eurich und Sven Schreiber Nadelstiche. Letztendlich entschied die bessere Wurfausbeute der Gastgeber den Vergleich.

„Wir haben zwischen der 43. und 48. Minute zwei Zeitstrafen kassiert. Dadurch war es nicht möglich, die Leistungsträger bis zur Schlussphase zu schonen. Da haben uns am Ende wohl ein paar Körner gefehlt“, befand Gästetrainer Phillip Deinet. Er verwies auch auf eine lange Verletztenliste mit vier Rückraumspielern. Thorsten Schmid schätzte den Kontrahenten deutlich stärker ein, als im Hinspiel. „Gelnhausen hat sehr viel Druck gemacht, gerade über die rechte Angriffsseite. Da fehlte uns der Zugriff. Glücklicherweise haben wir dafür heute vorne sehr ordentlich gespielt“, resümierte der MSG-Trainer, dessen Team nun 20 Zähler auf der Habenseite hat. Das entspannt erstmal.

MSG Bieberau/Moda: Juzbasic und Khan (im Tor), Buschmann 8, Batinovic 4, Malik 4, Büttner 4/2, Ian Weber 5, Darren Weber 3, von Stein 1, Florian Bauer 1, Semmelroth 1, Rivic, Ahrensmeier und Dambach, Haupttorschützen Gelnhausen: Eurich 6, Schreiber 8/4, Jambor 3, Müller 3, Zeitstrafen: 0/2, Siebenmeter: 3/2 und 4/4, Zuschauer: 450.