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10. Mai 2013  | kaf

Quelle: Darmstädter Echo

 

 In Groß-Bieberau heißt es Abschied nehmen

 

Handball, Dritte Liga – Groß-Umstadt im Abstiegskampf in Kirchzell gefordert


Zeit des Abschieds. Am Samstag (19 Uhr, Großsporthalle „Im Wesner“) gegen die TSG Münster tragen die Brüder Dennis und Alexej Rybakow, Mannschaftskapitän Mathias Konrad sowie Tobias Seel zum letzten Mal das Trikot der TSG Groß-Bieberau. Zeichen des sportlichen Umbruchs – der Handball-Drittligist, Tabellensechster, wird den Kader deutlich verjüngen. Vor allem die Rybakow-Brüder trifft die Trennung, sie hätten gerne weiter für die Odenwälder gespielt.

Sieben Jahre lang prägten beide das Angriffsspiel der TSG, hatten maßgeblichen Anteil am Zweitliga-Aufstieg 2008 und drei starken Bundesliga-Jahren. In offiziellen Spielen erzielte Dennis Rybakow über 1700 Treffer, Bruder Alexej warf als Kreisläufer rund 800 Tore.„Ich bin sehr traurig, weil ich mich topfit fühle und noch drei, vier Jahre spielen will. Das gilt auch für Alexej“, erklärte Dennis Rybakow, der bereits einen neuen Verein fand. Er wird Spielertrainer beim Landesligisten TV Asbach, seinen Bruder Alexej zieht es zum Drittligisten Großsachsen. „Es war eine geile Zeit, die wir in Erinnerung haben werden. Schließlich wurden viele Freundschaften geschlossen“, bilanzierte Dennis Rybakow.

Für die letzte Aufgabe gegen den Tabellenletzten TSG Münster brauchen sich die Gastgeber nicht motivieren, glaubt Rybakow. Ungern erinnert er sich an die 15:28-Schlappe im Hinspiel. „Da gab es am Sonntagmorgen Straftraining. Das einzige Mal in sieben Jahren“, so der Torjäger. Mannschaftskapitän Mathias Konrad zieht es unterdessen zur SG Wallau, Tobias Seel wechselt zum Oberligisten TV Gelnhausen.

Mitten im Abstiegskampf steckt dagegen noch der TV Groß-Umstadt. Derzeit liegen die Südhessen auf einem Nichtabstiegsplatz direkt vor dem punktgleichen TV Neuhausen, der bei Konkurrent SG Herrenberg (ein Punkt besser) gefordert ist. Es herrscht also Dramatik am Tabellenende. Um auf Nummer sicher zu gehen, müssen die Schützlinge von Trainer Tim Beckmann am Samstag (19 Uhr, Parzivalhalle) im Derby beim TV Kirchzell gewinnen. Nach dem überraschenden 31:27-Erfolg gegen Spitzenreiter TSV Friedberg herrscht zumindest große Zuversicht, nun den letzten Schritt zu gehen. Ob den personell geschwächten Gästen noch einmal solch ein Kraftakt gelingt, ist fraglich. Überdies möchte sich Kirchzell (derzeit Siebter) in der Tabelle noch verbessern und sich mit einer guten Leistung bei den Zuschauern verabschieden.

Viel wird davon abhängen, ob Andreas Wolf wieder stark hält. Der Torwart vom Erstligisten TV Großwallstadt (Doppelspielrecht) dürfte ein Prüfstein für Groß-Umstadt werden.