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13. Mai 2013  | kaf

Quelle: Darmstädter Echo

 

Erfolg zum Abschluss mit viel Wehmut

Handball, dritte Liga – TSG Groß-Bieberau verabschiedet beim 39:22-Sieg gegen TSG Münster Leistungsträger


Angesichts von so vielen Gefühlen geriet der Handball-Vergleich fast zur Nebensache. Vor dem Anpfiff wurden Mannschaftskapitän Mathias Konrad, Rechtsaußen Tobias Seel sowie die Brüder Dennis und Alexej Rybakow verabschiedet. Als die beiden Russen an der Reihe waren, standen gut 500 Zuschauer spontan auf. Es gab minutenlange Ovationen und Torjäger Dennis konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Gleiches galt für den langjährigen Betreuer Pit Städter, der genauso wie Hallensprecher Rainer Daub aufhört.

Anschließend wurde dann doch Handball gespielt. Die TSG Groß-Bieberau begann mit den zuvor verabschiedeten Spielern. Absteiger Münster hatte den Odenwäldern nicht allzu viel entgegenzusetzen. Über 4:0 setzten sich die Gastgeber schnell 11:3 ab. Ärgerlich, dass sie dabei fahrlässig mit den Chancen umgingen. Trotzdem waren sie den harmlosen Gästen in allen Belangen überlegen, was der Halbzeitstand von 20:7 belegt. In der Schlussphase durften auch die jungen Kräfte ran. Torjäger Michael Malik warf seinen 200. Saison-Treffer, obwohl er zuvor zwei Siebenmeter ausließ. Nils Arnold ersetzte den gefeierten Kreisläufer Alexej Rybakow (Platzwunde am Kopf). Gerade Arnold hat einen großen Schritt nach vorne gemacht, erzielte noch fünf Treffer.

Nach dem einseitigen Spiel bedankte sich Kapitän Mathias Konrad im Namen der Mannschaft bei den vielen Helfern und guten Geistern des Vereins. Dann flossen auch beim Halblinken die Tränen. „Der Wohlfühlfaktor ist in diesem Verein und der Umgebung einfach riesengroß, der Aufwand ist für mich berufsbedingt aber zu hoch“, verabschiedete sich Konrad zum Drittliga-Aufsteiger und Hessenpokalsieger SG Wallau.

Spielertrainer Florian Bauer, der künftig nur noch an der Seitenlinie steht, wirkte entspannt bei der anschließenden kleinen Abschlussfeier mit den Anhängern: „Wir wollten Fünfter werden und das ist uns auch gelungen. Noch mehr freut es mich aber, dass wir der beste südhessische Drittligist sind“, sagte Bauer.

Er lobte die Arbeit des umtriebigen Managers Georg Gaydoul: „Georg hat mit den punktuellen Neuverpflichtungen dafür gesorgt, dass wir auch kommende Runde oben mitspielen können.“ Besonders der talentierte Torwart Paul Bar und der zwei Meter große Linkshänder Steve Baumgärtel vom Zweitligisten SC Leipzig sorgen für Zuversicht bei den Odenwäldern für die nächste Spielzeit.