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15. Juli 2013  | Von Bernd Kalkhof

Quelle: Echo-online

 

Handball – MSG Groß-Bieberau/Modau geht kommende Drittliga-Saison zurückhaltend an

 

Pirna, Dresden, Magdeburg oder Leipzig. In der kommenden Spielzeit wird sich die Männerspielgemeinschaft aus Groß-Bieberau und Modau eingehend mit den „neuen“ Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt beschäftigen. Weite Wege, beispielsweise warten die Kontrahenten des ESV Lok Pirna in über 500 Kilometer Entfernung auf die Südhessen. Glücklicherweise sind auch die anderen hessischen Vereine, HSG Nieder-Roden, SG Wallau, TV Kirchzell, Eintracht Baunatal und TV Groß-Umstadt mit von der Partie, so bleiben die prestigeträchtigen Vergleiche erhalten.

Überhaupt muss der Odenwälder Tross nur 2000 Kilometer mehr zurücklegen als in der Südstaffel. Vielmehr beschäftigt die sportliche Leitung der neuen Männerspielgemeinschaft aber die Spielstärke der neuen Konkurrenz, welche bisher weitgehend unbekannt ist. Klar ist nur: Die beiden stärksten Clubs HC Coburg und DJK Rimpar sind nicht mehr dabei, spielen im Süden. Trotzdem, die MSG-Regie äußert sich überraschend bescheiden, spricht als Zielsetzung von einem einstelligen Tabellenplatz. Tiefstapelei oder Weitsicht? Angesichts der starken Neuzugänge mit den zweitligaerfahrenen Distanzwerfern Sebastian Paul (20 Jahre) und Steve Baumgärtel sowie Torwart Paul Bar hatte man sich mehr erwartet. „Alle schauen auf die neuen Spieler. Tatsache ist aber doch, dass wir praktisch einen Neuanfang wagen. Etliche erfahrene Stammspieler sind weg, dafür setzen wir bis auf Steve Baumgärtel aber ausnahmslos auf junge Talente“, gibt Geschäftsführer Georg Gaydoul zu bedenken.

21 Jahre beträgt das Durchschnittsalter des neuen Kaders, damit stellt die MSG das jüngste Team aller hessischen Vertreter. „Mit dieser Mannschaft setzen wir zum Beginn der MSG neue Maßstäbe. So jung war hier noch kein Team. Allerdings gehen Spieler wie Michael Malik, Till Buschmann oder Nils Arnold bereits in ihre dritte Saison. Es wird spannend, wer sich in dieser Formation als Führungsspieler etablieren kann“, erklärt Trainer Florian Bauer, der in Zukunft nur noch an der Seitenlinie fungiert und nicht mehr selbst spielen wird.

Langfristig eine Plattform für die Talente

Mit einem Etat von 200 000 Euro und drei aktiven Mannschaften geht die MSG in die neue Spielzeit. Modaus Verantwortlicher Michael Rodenhäuser bezeichnete die Fusion als richtigen Schritt, um Spitzenhandball in der Region zu forcieren. Besonders die vielen talentierten Akteure der JSG Gersprenztal sollen so langfristig eine interessante Plattform erhalten. Bisher wurden bereits neun Spieler des 17-köpfigen Drittliga-Kaders aus der JSG Gersprenztal integriert.

An diesem Montag (15.) beginnt die Vorbereitung. Die interessantesten Testspiele: 19. Juli: TV Fränkisch-Crumbach, 21.Juli: TV Hüttenberg, 27. Juli: TSG Friesenheim (Zweite Liga), 11.August: Union Leoben (Erste Liga Österreich).