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9. September 2013

Quelle: Echo-Online

 

Handball, Dritte Liga – MSG Groß-Bieberau/Modau beim 21:32 von Baunatal vorgeführt – „Waren immer zu spät“

 

Das erste Heimspiel der neuen Saison in der Dritten Handball-Liga hatte sich die MSG Groß-Bieberau/Modau gewiss anders vorgestellt. Denn vor 550 Zuschauern setzte es gegen Titelaspirant Eintracht Baunatal eine herbe Niederlage.

 

 

 

Gewohnt kampfstark agierte der dreifache Torschütze Nils Arnold. Aber auch er musste die Überlegenheit der Gäste anerkennen.

Eine Standortbestimmung sollte es werden für die MSG Groß-Bieberau/Modau in der Dritten Handball-Liga Ost. Doch die erste richtige Prüfung misslang gründlich: Mit 21:32 (10:18) unterlagen die Südhessen gegen Eintracht Baunatal. Und soviel steht fest: Die neue Ost-Staffel ist keinen Deut schlechter als die Süd-Gruppe, in der Groß-Bieberau vergangenes Jahr gespielt hatte. Eher das Gegenteil ist der Fall. Denn was die titelambitionierten Gäste aus Nordhessen im Odenwald ablieferten, war vom Allerfeinsten.

Erwartetes Spitzenspiel wird einseitige Partie

„So eine Klatsche haben wir hier schon lange nicht mehr bekommen“, war auch MSG-Manager Georg Gaydoul überrascht von der Spielstärke der Gäste. Baunatal machte praktisch keine Fehler, zeigte modernen Tempohandball und glänzte mit einer eingespielten, treffsicheren Formation. Das neue, junge MSG-Team wurde vorgeführt. So wurde aus dem erwarteten Spitzenspiel bereits nach zehn Minuten eine einseitige Angelegenheit.

Nach dem 5:5 nahm das Unheil für die Gastgeber seinen Lauf. Die aggressive 5:1-Formation der Gäste stach, während die die MSG den Ball zwar gut durch die eigenen Reihen laufen ließ, aber den Zug in die Tiefe vermissen ließ. Ganz anders Baunatal. Das Rückraumtrio um Phil Räbiger, Marvin Gabriel und Paul Gbur spielte wie aus einem Guss. Regisseur Gabriel (8/6) schaffte immer wieder Lücken für seine Teamkameraden. Die MSG-Defensive kam da nicht mit, war nicht schnell genug. Baunatal zog über 7:5 und auf 9:5 davon.

„Wir hatten großen Respekt vor dem wurfstarken MSG-Rückraum um Sebastian Paul. Da war die 5:1-Deckung eine gute Variante. Aber leicht war das nicht, es hat unglaublich viel Kraft gekostet“, erklärte der unauffällige, aber effektive Eintracht-Routinier Paul Gbur (4). Fünf Treffer gelangen den Südhessen noch vor der Pause. Nach dem 10:18 glaubte niemand mehr an eine Wende – auch die verunsicherten Gastgeber nicht. Sie fanden auch nach dem Wechsel keinen Zugriff mehr auf die Partie. Spätestens mit dem 16:27 (45.) war die Entscheidung gefallen. Auch, weil die Odenwälder zu viele Chancen ungenutzt ließen.

Florian Bauer lag nach der Schlusssirene auf einer Massagebank und holte tief Luft. Diese Packung hatte Spuren hinterlassen. „Wir waren immer einen Schritt zu spät, vorne wie hinten“, sagte der MSG-Trainer. Dabei ärgerte ihn die fehlende Aggressivität, gerade in der Abwehr. Ohne den nötigen Erfolg in der Defensive fehlte wohl auch im Angriff das Selbstbewusstsein. Es wurde deutlich, dass das jüngste Team der Liga noch Zeit braucht. In der Offensive konnte niemand wirklich überzeugen. Lediglich Sebastian Paul und Nils Arnold hatten gute Momente.