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Handball, Dritte Liga – MSG Groß-Bieberau/Modau gleicht nach 20:22 noch zum 22:22 aus

 

14. Oktober 2013

Quelle: Echo-online


Drei Treffer steuerte Nicolas Kolb (am Ball) zum Punktgewinn der MSG Groß-Bieberau/Modau bei. Auf Seiten der SG Wallau, für die sich hier Torwart Sebastian Schermuly dem Wurf stellt, war Benedikt Seeger (links) mit sieben Treffern bester Werfer. Foto: jürgen pfliegensdörfer

 

Glücklicher Punktgewinn für Drittligist MSG Groß-Bieberau/Modau: Beim 22:22 (12:9) gegen die SG Wallau können sich die Odenwälder auf ihre starken Torhüter verlassen.

Über 700 Zuschauer wollten das altehrwürdige Derby verfolgen. Zwei Minuten vor Schluss sahen die Gäste aus dem Hofheimer Ortsteil schon wie der sichere Sieger aus, führten mit 22:20. Doch in den letzten 100 Sekunden traf die MSG Groß-Bieberau/Modau noch zweimal. Ausgerechnet der zuvor völlig indisponiert und pomadig spielende Distanzwerfer Sebastian Paul traf zehn Sekunden vor der Sirene zum umjubelten Ausgleich.

Bedanken konnten sich die Gastgeber allerdings bei den starken Torhütern Markus Podsendek und in der Schlussviertelstunde Paul Bar. Beide entschärften selbst beste Chancen des Aufsteigers und verhinderten so die zweite Heimniederlage der Saison. Wallaus Trainer Ralf Ludwig trauerte den vergebenen Möglichkeiten nach, gerade weil sein Team nach der Pause die bessere Mannschaft war. Mehrfach waren seine schnellen Außen alleine auf das MSG-Tor zugelaufen, ohne zu treffen. „Wir müssen trotzdem zufrieden sein, schließlich sind wir hier als Außenseiter hergekommen“, sagte Ludwig.

Eigentlich dominierten aber die Odenwälder die erste Hälfte. Trainer Florian Bauer wirkte auch verbal engagierter als zuletzt, forderte lautstark die Vorgaben ein. Nach dem 6:5 wirkte die MSG sehr zielstrebig, belohnte sich mit der 12:9-Führung. Nach der Pause war der Vorsprung aber binnen zwei Minuten nicht nur dahin, die Gäste hatten die Partie sogar gedreht. Als dann auch noch Michael Malik disqualifiziert wurde (dritte Zeitstrafe), sah alles nach einem Auswärtserfolg aus. Wallaus Bester, Regisseur Benedikt Seeger (7 Tore), fand vorne immer die richtige Antwort. Doch die MSG-Torhüter hielten dagegen. zudem hielten wuchtige Würfe von Steve Baumgärtel und zwei Kontertore die MSG im Rennen.

Auf Groß-Bieberaus Regie wartet noch viel Arbeit. Erneut schlossen die Rückraumspieler oft viel zu früh ab, die Torquote in Überzahl war miserabel. Richtig angefressen war Linkshänder Steve Baumgärtel (4) nach dem Schlusspfiff. „Am Anfang der zweiten Halbzeit haben wir uns verhalten wie Vollidioten. Die Vorgaben wurden vergessen und die spielerische Linie war plötzlich weg“.