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4. November 2013 - Darmstädter Echo

Dritte Liga – Erklärung des Spielers und der MSG Groß-Bieberau/Modau

 

 

Frust: Steve Baumgärtel (MSG Groß-Bieberau/Modau/rechts) entschuldigte sich am Montag für das Foul an dem Groß-Umstädter Nils Kwiatkowski (am Boden), für das er am Samstag im Drittliga-Derby die Rote Karte erhalten hatte.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Zu einem ungewöhnlichen Schritt entschloss sich die Regie des Handball-Drittligisten MSG Groß-Bieberau/Modau am Montag. Nach der Roten Karte gegen Steve Baumgärtel in der letzten Minute am Samstagabend im Südhessen-Derby gegen den TV Groß-Umstadt (25:27) veröffentlichte sie eine Entschuldigung.

Steve Baumgärtel ließ sich vor 1400 Zuschauern in der Darmstädter Böllenfalltorhalle zu einem Frust-Foul am Groß-Umstädter Nils Kwiatkowski bei dessen Gegenstoß hinreißen (60.). Eine dumme und unnötige Attacke. Die Rote Karte mit Bericht zieht zwei Spiele Sperre und eine Geldstrafe nach sich.

In der Erklärung, von Manager Georg Gaydoul und Baumgärtel unterzeichnet, heißt es: „Die Verantwortlichen der MSG Groß-Bieberau bedauern das nicht zu entschuldigende Verhalten von Steve Baumgärtel in der Schlussminute des Derbys gegen den TV Groß-Umstadt. Leider kam es in der Schlussminute zu einem unnötigen und unschönen Foulspiel unseres Spielers Steve Baumgärtel an dem Umstädter Nils Kwiatkowski. Dies ist nicht die Art und Weise der MSG Handball zu spielen und sicherlich auch nicht die von Steve Baumgärtel. Die MSG Groß-Bieberau/Modau und der Spieler Steve Baumgärtel möchten sich hiermit offiziell beim Spieler und den Verantwortlichen des TV Groß-Umstadt entschuldigen. Steve Baumgärtel hat dies bereits persönlich nach dem Spiel bei Nils Kwiatkowski schon getan.“

Der Ausraster des erfahrenen Baumgärtel war nicht die einzige Rote Karte im spannungsgeladenen Derby. Auch zwei Groß-Umstädter Spieler verließen vorzeitig das Parkett: Linksaußen Michiel Lochtenbergh, der bereits zuvor öfter mit Baumgärtel aneinandergeriet, sah in der 42. Minute Rot. Der Niederländer ging Groß-Bieberaus Linkshänder mit beiden Fäusten an den Hals. Eine Tätlichkeit (Revanche) am Rande der Körperverletzung. Die umsichtigen Schiedsrichter Tobias Lay/Kai Morlock (Bruchsal) ahndeten sie lediglich als Disqualifikation (ohne Bericht).

In der 45. Minute flog schließlich Groß-Umstadts Kreisläufer Oliver Schulz, nach drei Zwei-Minuten-Strafen in der Abwehr, auch vom Platz.

Bis auf diese drei Vorfälle lief das Drittliga-Derby weitgehend in einem fairen Rahmen.