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Handball, Dritte Liga – MSG Groß-Bieberau/Modau macht SG Magdeburg II stark – 24:26

9. Dezember 2013 - Darmstädter Echo

 


 
Antreiber: Sebastian Paul (hier festgehalten von Tomasz Gebala) vermochte die 24:28-Heim-Niederlage der MSG Groß-Bieberau/Modau gegen den SC Magdeburg II nicht zu verhindern.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer
 

 

Rückschlag für die MSG Groß-Bieberau/Modau in der dritten Handball-Bundesliga. Bei der 24:28 (14:13)- Heim-Niederlage am Samstagabend gegen den SC Magdeburg II stand sich die junge Mannschaft der Odenwälder mit einem Leistungsabfall selbst im Weg.

 

Soviel vorneweg. Es war ein hochklassiges Drittliga-Spiel am Samstagabend in der Großsporthalle Groß-Bieberau. Enttäuschend, dass lediglich knapp 400 Zuschauer Augenzeugen waren. Diese gingen nach dem verkorksten Auftritt der Gastgeber dann irritiert nach Hause.

 

Magdeburgs zweite Mannschaft entpuppte sich als spielstarker, bestens austrainierter Konkurrent. Mehr als doppelt so viel Trainingszeit investieren die Gäste in ihren Bundesliga-Talentschuppen. Dagegen bestreiten die Odenwälder vier Trainingseinheiten pro Woche. Trotzdem gingen sie eifrig und zielstrebig in den Vergleich. Die bewegliche Abwehr, der starker Torhüter Paul Bar und konsequente Angriffe prägten zunächst das Bild. Sebastian Paul probierte sich erfolgreich auf der Mitte aus, Michael Malik (9/4) traf konsequent. Nach 15 Minuten führte Groß-Bieberau/Modau 10:5 – ein starker Auftritt.

 

Doch als hätte jemand die Notbremse gezogen, danach gelang den Südhessen so gut wie nichts mehr. Sieben Minuten ohne Torerfolg stärkten die Gäste. Beste Möglichkeiten bleiben liegen, überhastete Würfe, unvorbereitete Kreisanspiele: die MSG verfiel in die alten, erfolglosen Mechanismen. „Wir haben uns nach dem 10:5 selber aus dem Spiel genommen“, bilanzierte Trainer Florian Bauer ratlos. Magdeburg nahm die vielen Geschenke dankend an und erzielte nach 48 Minuten die erste Führung (21:22). Die Odenwälder versuchten alles, doch der Gegner hatte immer eine Antwort darauf.

 

Maximilan Janke (7 Tore), vor Wochen mit dem Siegtor gegen den THW Kiel der gefeierte Bundesliga-Neuling, setzte auch am Samstagabend die entscheidenden Nadelstiche. Der pfeilschnelle Aufbauspieler erzielte die wichtigen Treffer. Letztendlich war es eine unnötige Niederlage. Selbst nach dem 24:26, drei Minuten vor dem Abpfiff, gab es bei doppelter Überzahl die Chance auf Zählbares. Doch Groß-Bieberaus Überzahlspiel ist eine einzige Katastrophe. Sechsmal bot sich diese Situation, der Ertrag: ein Siebenmeter-Tor.

 

„Wir trainieren ständig Konzepte für das Überzahlspiel. Aber in der Ausführung sind wir zu undiszipliniert und hektisch“, tadelte Co-Trainer Rolf König die vielen vergebenen Möglichkeiten.

MSG Groß-Bieberau/Modau: Bar und Podsendek (im Tor) Malik 9/4, Paul 3, Lemke 2, Baumgärtel 3, Göbel 4, Arnold 1, Döll 1, Buschmann 1, Darren Weber, Kolb, Rohaly, Gaydoul, Magdeburgs Haupttorschützen: Janke 7, Hartfiel 5, Ackermann 5, Gebala 4.
Zeitstrafen: 5/6, Siebenmeter: 4/4 und 0/0, Zuschauer: 400.