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Freitag · 13.12.2013 · 16:29 Uhr · Rene Marzo - HSG, red
Handball-World

Mit 18:10 Punkten stehen die "Baggerseepiraten" der HSG Nieder-Roden kurz vor Ende der Hinrunde auf dem sensationellen fünften Tabellenplatz der 3. Liga Ost, doch nach zuletzt nur einem Punkt aus vier Spielen und der ersten Heimpleite im Derby gegen den TV Kirchzell ist bei der Truppe von Trainer Alexander Hauptmann Wiedergutmachung angesagt. Durch einen Sieg am Samstag will man sich weiter in der vorderen Tabellenhälfte etablieren und die Hinrunde positiv beenden.

Allerdings wartet mit der MSG Groß-Bieberau / Modau ein ganz harter Brocken auf die Rodgauer. Die Odenwälder belegen derzeit mit 15:13 Punkten Rang 9 und boten im Verlauf der Vorrunde sehr schwankende Leistungen. Während man zu Hause bislang nur fünf Punkte erringen konnte, glänzte man in der Fremde mit starken Auftritten und fünf Siegen, darunter auch in Pirna, Dresden und Leipzig. Im jüngsten Heimspiel gegen den SC Magdeburg musste man nach deutlicher Führung einen unerklärlichen Leistungseinbruch verzeichnen und sich am Ende mit 24:28 geschlagen geben.

Doch gerade dann sind viele Mannschaften am gefährlichsten. Das Team von Trainer Florian Bauer wird sicherlich alles daran setzen, die verlorenen Punkte im Rodgau zurückzuholen. Mit dem DHB-Junioren-Nationalspieler Michael Malik verfügen die Odenwälder über einen wurfgewaltigen Rückraumschützen, der mit 84 Treffern aktuell Rang 7 in der Torschützenliste belegt. Dabei unterstützen ihn Rechtsaußen Till Buschmann und der zweitligaerfahrene Steve Baumgärtel nach Kräften, zudem steht mit Paul Bar und Markus Podsendek ein ganz starkes Gespann zwischen den Pfosten.

Vorsicht ist also angesagt bei den Rodgauern, für die es gilt die Niederlagen der letzten Wochen abzuschütteln und sich wieder auch ihre Stärken zu besinnen. Dabei kommt der Abwehrarbeit und der Leistung von Keeper Marco Rhein besondere Bedeutung zu, will man gegen Groß-Bieberau bestehen und mit Gegenstößen einfache Tore erzielen. Personell kann Trainer Alexander Hauptmann zumindest wieder auf eine Variante mehr zurückgreifen. Kreisläufer Ben Weber absolvierte zuletzt die ersten Spielminuten und wird wohl auch am Wochenende mit von der Partie sein. Für Kapitän Sebastian Schulz kommt ein Einsatz vor der Winterpause aber noch zu früh und auch die Fragezeichen hinter Linksaußen Stefan Seitel werden nicht kleiner, sodass im Angriff weiterhin die Hauptlast auf den Halbpositionen Michael Weidinger und Timo Kaiser liegen wird.

Gute Erinnerungen haben die Rodgauer an das letzte Kräftemessen in der 3. Liga Süd: In einem hart umkämpften und emotionalen Derby behielten sie damals knapp die Oberhand und machten einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt. Auch am kommenden Samstag dürfen sich die zahlreichen Zuschauer wieder auf eine spannende und intensive Begegnung freuen. Wie immer bei den Derbys gilt: Aufgrund der geringen Hallenkapazität haben nur die Dauerkartenbesitzer eine Sitzplatzgarantie, für alle anderen gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.