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Handball, Dritte Liga – MSG Groß-Bieberau/Modau überrascht in Baunatal mit 30:22-Sieg

20. Januar 2014 - Darmstädter Echo

 

 

Paukenschlag zum Rückrunden-Auftakt 2014 in der dritten Handball-Bundesliga Ost. Die MSG Groß-Bieberau/Modau beherrschte den souveränen Klassenprimus Eintracht Baunatal und bescherte ihm mit 30:22 (14:7) die dritte Saison-Niederlage.

 

Das war eine Sternstunde: Die wenigen Schlachtenbummler, die am Samstagabend den langen Weg nach Baunatal auf sich genommen hatten, trauten ihren Augen nicht. So stark und spielfreudig hatten sie die HSG Groß-Bieberau/Modau in dieser Saison noch nicht gesehen.

 

Zunächst legte Ligaprimus Baunatal los wie die Feuerwehr, drängte die Odenwälder gleich in die Defensive. Nach dem 0:3 parierte der später immer stärkere Rückhalt im Tor Markus Podsendek einige Bälle und rüttelte die Gäste auf. Nach zehn Minuten übernahmen die Südhessen das Kommando und steigerten sich vor allem in der Abwehr.

 

Groß-Bieberau überraschte den Favoriten mit einer ungewohnten 3-2-1-Formation. Diese offensive Variante schmeckte den Nordhessen überhaupt nicht. Der erfahrene Steve Baumgärtel stand vorne auf Position eins und störte deren sonst so zielstrebiges Passspiel. Vier Treffer ließen die Gäste vor 450 Zuschauern im ersten Durchgang noch zu.

 

Baunatal zeigte Nerven. Linkshänder Paul Gbur erwischte Till Buschmann mit der Faust im Gesicht und sah Rot. Buschmann kam mit einer Platzwunde ins Krankenhaus. Doch auch von diesem Rückschlag ließ sich die MSG nicht beirren, behielt ihre Zielstrebigkeit. Allen voran Alexander Lemke. Der Aufbauspieler kam nach zehn Minuten für den jungen Darren Weber, zog nun geschickt die Fäden und warf zudem sechs Tore.

 

Ruhig und diszipliniert wurde auf die beste Chance gewartet. Die 14:7-Führung zum Seitenwechsel verlieh den Schützlingen von Trainer Florian Bauer zusätzliche Sicherheit. Als Baunatals Kreisläufer Christoph Koch nach 36 Minuten ebenfalls Rot sah und disqualifiziert wurde, erhöhte der Außenseiter auf 18:11. Baunatal mobilisierte die letzten Kräfte. Phil Räbiger und Marvin Gabriel stemmten sich mit guten Würfen gegen die Niederlage, doch dem Tabellensechsten (20:14 Punkte) war an diesem Abend einfach nicht beizukommen. Souverän wurde der Vorsprung verteidigt.

 

„Wir hatten keine Ausfälle, alle Spieler waren gut. Das war meiner Meinung nach die beste Saisonleistung“, zeigte sich nicht nur Co-Trainer Rolf König überrascht vom Husarenstreich.

 

Groß-Bieberau/Modau: Podsendek, Bar (im Tor), Malik 6/2, Lemke 6, Baumgärtel 4, Rohaly 4, Döll 4, Arnold 3, Buschmann 3, Darren Weber, Kolb und Göbel; Haupttorschützen Baunatal: Schade 4/2, Gbur 3, Weinrich 3, Werner 3.

Zeitstrafen: 3/2, Rote Karte: Gbur, Koch (grobes Foulspiel). Siebenmeter: 2/2 und 2/2, Zuschauer: 450.