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Handball, Dritte Liga – Groß-Bieberau/Modau enttäuscht beim 23:30 gegen Leipzig

10. Februar 2014 - Darmstädter Echo

 


 
Zu viele Chancen vergab Handball-Drittligist MSG Bieberau/Modau – beim Wurf Nils Arnold – beim 23:30 gegen Leipzig.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer
 

 

Zuerst fehlt die Leidenschaft, dann die Treffsicherheit. Handball-Drittligist MSG Bieberau/Modau verliert gegen den SV LVB Leipzig überraschend deutlich mit 23:30 (12:17).

 

Das war gar nichts. Bei Handball-Drittligist MSG Bieberau/Modau entwickelt sich ein Offensivproblem. Das gelb-schwarze Ensemble enttäuschte am Samstagabend beim 23:30 (12:17) gegen den SV LVB Leipzig vor gut 450 Zuschauern 30 Minuten lang aber auch in Sachen Leidenschaft. Als Einheit präsentierten sich lediglich die Sachsen, denen die sechsstündige Anfahrt nicht anzumerken war.

 

Die Südhessen begannen kopflos und überhastet, lagen nach drei Minuten schon mit 0:3 zurück. Die 6:0-Defensive patzte, agierte viel zu passiv. Leipzigs herausragender Linksaußen Sascha Meiner (10 Tore) traf nach 15 Minuten zum 10:6 für die Gäste und war auch überrascht, dass Bieberau/Modau so frühzeitig ins Straucheln kam. „Am Anfang hatten wir einen kämpferischen Vorteil. Dann hat die MSG schnell resigniert und sich nicht mehr als Team präsentiert“.

 

MSG-Trainer Florian Bauer beorderte anschließend die Abwehr auf 3-2-1, brachte Torsteher Paul Bar. Das half hinten, doch vorne blieb vieles Stückwerk. Beim 12:17 folgte der Halbzeitpfiff und damit Ratlosigkeit. Pressesprecher Jürgen Pfliegensdörfer wurde deutlich: „Wir haben gespielt wie eine Söldnertruppe, wie sollen wir das noch aufholen“.

 

Die Abwehr immerhin steigerte sich nach dem Wechsel deutlich. Leipzig warf bis zur 40. Minute (15:18) nur zwei Tore, doch Profit zogen die Odenwälder dadurch nicht. Über 20 Fehlwürfe gegen den vorzüglichen GästetorwartPatrick Schulz wurden notiert, die meisten davon nach dem Seitenwechsel. Das verhinderte den Anschluss. Beste Wurfgelegenheiten blieben liegen. Der schnelle Meiner besiegelte nach 50 Minuten mit einem Doppelschlag zum 18:24 die vierte Heimpleite der Saison für Bieberau/Modau. Während die linke Angriffseite der Gastgeber noch auf zehn Tore kam, enttäuschten die Linkshänder. „Letzte Woche war es genau umgekehrt, das ist schwer nachzuvollziehen. Insgesamt war die schwache Wurfausbeute erschreckend“, suchte Florian Bauer unmittelbar nach dem Schlusspfiff eine Erklärung.

MSG Bieberau/Modau: Bar und Podsendek (im Tor), Malik 7/3, Buschmann 5/4, Arnold 4, Baumgärtel 1, Paul 1, Yannick Göbel 3, Döll 1, Darren Weber 1, Lemke, Rohaly und Kolb; Haupttorschützen Leipzig: Meiner 10/2, Heinig 7, Berthold 3, Hanner 3; Zeitstrafen: 2/4; Siebenmeter: 9/7; Zuschauer: 450.