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3. Februar 2014 - Darmstädter Echo

Handball, Dritte Liga – MSG Bieberau/Modau steigert sich zu spät und unterliegt bei der SG Wallau mit 23:24


Probleme im Angriff bremsten die MSG Bieberau/Modau im Derby bei der SG Wallau (links Marcel Jamin, rechts Florian Schreiber). Till Buschmann (Mitte) war mit sechs Treffern zwar der erfolgreichste Werfer der Gäste, konnte aber die 23:24-Niederlage nicht verhindern.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer
 
20 starke Minuten reichen nicht. Die MSG Bieberau/Modau verliert das Derby in der Dritten Handball-Liga bei der SG Wallau nach toller Aufholjagd knapp mit 23:24 (7:12).

Es sind die so wichtigen Tugenden, welche für einen Derbyerfolg notwendig sind. Dazu gehört es auch, bei einer Torchance den letzten Schritt zu gehen und konsequent abzuschließen. Dazu war die MSG Bieberau/Modau am Samstagabend 40 Minuten nicht in der Lage, und deshalb ging der Vergleich beim ehemaligen Handball-Bundesligisten SG Wallau in der Dritten Liga mit 23:24 (7:12) verloren. Dass sich der frühere Erstligist erneut in argen Finanzproblemen befindet, war allerdings nicht zu erkennen.

Beide Teams gingen höchst engagiert in die Partie. Aber im Angriff konnte nur Wallau überzeugen. Dabei profitierten die Gastgeber von vielen schwachen Abschlüssen und falschen Entscheidungen der Südhessen. „Das war brutal anzuschauen. Das Engagement hat ja gestimmt, aber unser Angriffsspiel war erschreckend mutlos“, haderte MSG-Trainer Florian Bauer einmal mehr mit seiner Offensive.

Es bedarf Routine, um stets die richtige Entscheidung zu treffen. Wallau hatte mit Benedikt Seeger den genialen Taktgeber, der den Odenwäldern wieder mal fehlte. Nach dem 2:2 vergaben die Gäste gleich zwei freie Tempogegenstöße und einen Siebenmeter. Wallau bedankte sich mit einfachen Toren, traf fünfmal in Folge. Nach dem 2:7 lief es für die Gäste etwas besser, aber weiterhin fehlte der Zug in die Lücken. Wie gehemmt wirkte die MSG bis zur Halbzeitpause, in der Bauer recht laut wurde. Doch der Weckruf verhallte zunächst. In der 43. Minute feierten die etwa 300 Zuschauer beim 18:11 schon ihre Mannschaft, ehe es noch mal richtig spannend wurde.

Daran beteiligt war insbesondere das Schiedsrichtergespann Fiess/Lipps, welches den Zugriff auf die Partie verlor. Wallau spielte in der Folgezeit permanent in Unterzahl, kassierte im zweiten Durchgang acht Zeitstrafen. Die Bieberauer wirkten nun zielstrebiger, wussten die größeren Freiräume zu nutzen. Gerade Linkshänder Steve Baumgärtel übernahm Verantwortung, musste in der 50. Minute nach einem Faustschlag auf das Auge aber passen. Diese Situation puschte die Gäste zusätzlich. Über 15:19 gelang in der 58. Minute der Anschluss zum 21:22, Zählbares aber nicht mehr. Benedikt Seeger traf zehn Sekunden vor der Sirene zum 24:22 für Wallau.

„Die Mannschaft muss endlich begreifen, dass 20 starke Minuten nicht reichen. Diese Leistung brauchen wir über die gesamte Spielzeit, wenn wir den geforderten Ansprüchen genügen wollen“, erklärte Bauer nach der am Ende noch spannenden Partie.

MSG Bieberau/Modau: Bar und Podsendek (im Tor), Buschmann 6/4, Rohaly 3, Göbel 1, Kolb 1, Malik 3/1, Baumgärtel 4, Lemke 1, Paul, Weber 2, Arnold 1, Döll 1.

SG Wallau: Schermuly und Kosel (im Tor), Seeger 3/3, Scheer 1, Konrad 2, Lorenz 6, Teuner 1, Bonnkirch 2, Jamin 6, Botzenhardt 2/1, Schreiber, Sterker 1.

Zeitstrafen: 8/4, Siebenmeter: 5/4 und 6/5, Zuschauer: 300.