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Handball, Dritte Liga – Bauer geht zum Saisonende, Ludwig kommt – Groß-Umstadt hat „Hausaufgaben“ gemacht

 


 
Will weiter alles geben: Das Engagement von Florian Bauer als Trainer des Handball-Drittligisten MSG Groß-Bieberau/Modau neigt sich dem Ende.  Fotos: Jürgen Pfliegensdörfer
 
Vor der Drittliga-Partie gegen Münden dreht sich bei der MSG Groß-Bieberau fast alles um den Trainerwechsel. Ligakonkurrent TV Groß-Umstadt ist gegen Leipzig diesmal besser gerüstet.

Das Spiel gerät fast zur Nebensache. Wenige Tage vor dem Vergleich am Samstag (19 Uhr, Großsporthalle „Im Wesner“) gegen Schlusslicht TG Münden gab die MSG Groß-Bieberau/Modau die Trennung von Trainer Florian Bauer bekannt und teilte gleichzeitig mit, dass mit Ralf Ludwig der Nachfolger gefunden ist. Damit verblüffte der Handball-Drittligist aus dem Odenwald.

 

Bauer und sein Assistent Rolf König werden die MSG also zum Saisonende verlassen. Die zuletzt durchwachsenen Leistungen gaben wohl den Ausschlag für die Personalrochade. „Nach drei Jahren haben wir uns für einen neuen Trainer entschlossen. Es braucht frischen Wind“, erklärte der Sportliche Leiter Georg Gaydoul. Während König wegen einer beruflichen Veränderung zeitlich gebunden ist, kam die Nachricht für Bauer etwas überraschend.

 

Noch vor drei Wochen bekam er die Zusage für eine weitere Spielzeit. „Natürlich bin ich enttäuscht. Die Entscheidung muss ich natürlich akzeptieren“, erklärte der Trainer, der mit seinem Team einen einstelligen Tabellenplatz als Vorgabe erhalten hatte. Zur Zeit liegt die MSG auf Rang neun. Offensichtlich waren die Vorstellungen höher angesiedelt gewesen. Doch einige Neuzugänge floppten, was dem Trainergespann nicht anzukreiden ist: Bauer war nicht für die Transfers verantwortlich. Zudem laufen Leistungsträger wie Michael Malik ihrer Form hinterher.

 

Ungeachtet dessen scheint die Zusage von Ralf Ludwig ein Glücksfall für die Groß-Bieberauer zu sein. Der Trainer schaffte zuletzt mit der SG Wallau den Aufstieg in die Dritte Liga und liegt mit dem Team aktuell auf Rang fünf. Nachbar und Ligakonkurrent TV Groß-Umstadt führte Ludwig zuvor in die Zweite Liga.

 

Florian Bauer hingegen konzentriert sich nun ganz auf die kommenden Aufgaben. Er wird weiterhin alles geben, um das Ziel mit den Odenwäldern, bei denen er insgesamt seit 13 Jahren als Spieler und Trainer aktiv ist, zu erreichen. Ein Sieg gegen die abgeschlagenen Mündener ist da Pflicht. „Wir wollen uns Selbstvertrauen für das kommende Derby gegen Groß-Umstadt holen“, erklärte Bauer.

 

Eine Woche vor dem Derby sind die Groß-Umstädter am Samstag (19.30 Uhr) bei der SG Leipzig gefordert. Der TVG geht verstärkt aus der Faschingspause. Die kurze spielfreie Zeit wurde genutzt, um den wieder genesenen Torjäger Florian See besser einzubinden. Seine Präsenz wird in Leipzig von Nöten sein, denn die Sachsen gelten als heim- und spielstark.

 

Das Hinspiel verlor Groß-Umstadt mit 24:27, doch da fehlte beinahe die halbe Mannschaft der Südhessen verletzungsbedingt. Nun kann TV-Trainer Tim Beckmann wieder aus dem Vollen schöpfen und dementsprechend erhofft er sich Zählbares. „Dieses Mal treten wir mit einer völlig anderen Formation an. Das Spiel ist schwer zu gewinnen, doch wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Beckmann.