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Handball, dritte Liga – TV Groß-Umstadt erwartet am Samstagabend die MSG Groß-Bieberau/Modau


 
Till Buschmann: Der Linkshänder präsentiert sich in den letzten Wochen bei der MSG Groß-Bieberau/Modau stark. Das Derby gegen Groß-Umstadt ist für ihn „das wichtigste Spiel des Jahres“.  ArchivFoto: Jürgen Pfliegensdörfer
Es ist wieder soweit: Der TV Groß-Umstadt und die MSG Bieberau/Modau treffen sich am Samstagabend zum Derby in der Dritten Handball-Bundesliga. Der Gastgeber steht unter Druck im Abstiegskampf, hatte jedoch in den früheren Vergleichen oft die Nase vorn.

Am Samstagabend steigt in der Groß-Umstädter Heinrich-Klein-Halle (19 Uhr) der Vergleich zwischen den beiden südhessischen Drittliga-Konkurrenten. Der TV Groß-Umstadt hat sich vor dem prestigeträchtigen Spiel mit der schwachen Vorstellung letzte Woche bei der SG Leipzig (21:31) selbst wieder in Abstiegsgefahr gebracht. Lok Pirna siegte, und so haben die Südhessen noch zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Für Florian See, der seit einigen Wochen nach einer langen Pause (Kreuzbandriss) wieder Spiele bestreitet, bedeutet das Tief in Sachsen einen Rückschritt. „Wir haben nichts von dem umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Dass war bei den Niederlagen vorher nicht der Fall, wir können das besser“, berichtete der Torschützenkönig der letzten Spielzeit.

Mit fünf Treffern war der Linkshänder einer der effektivsten in Leipzig. Doch See schränkt ein: „Ich habe diese Woche mit den Verantwortlichen ein Gespräch geführt und ihnen klar gemacht, mich möglichst effektiv einzusetzen. Für mehr als eine halbe Stunde reicht es einfach noch nicht.“

Für den Lehrer ist das Derby ein Spiel wie jedes andere. „Ich habe mit der MSG nichts am Hut, bin allerdings beeindruckt, wie der Verein immer wieder solch eine starke Mannschaft zusammenstellt. Das wird eine schwere Aufgabe, zumal wir zu Hause meistens das Nachsehen hatten“, zollt See dem Gegner Respekt. Bis Ende April hofft der 30 Jahre alte Routinier, das Abstiegsgespenst vertrieben zu haben. „Unsere Qualität ist besser als der Tabellenplatz. Bloß nicht wieder so ein Herzschlagfinale wie letztes Jahr“, wünscht er sich Dem Verein ist er eng verbunden. und hat dem TV Groß-Umstadt weitere zwei Jahre zugesagt.

Schon seit der Jugend spielt der Bessunger Till Buschmann bei der MSG Groß-Bieberau/Modau. Begegnen wird er See direkt nicht, denn der Linkshänder spielt ebenfalls im halbrechten Rückraum – und das zuletzt effektiv und torgefährlich. Für den bescheidenen, bodenständigen Architektur-Studenten ist das Derby die Partie des Jahres.

„Für unsere ganze Mannschaft ist es das wichtigste Spiel. Da werden alle anderen Schauplätze ausgeblendet. Der Fokus liegt nur auf diesen 60 Minuten“, verrät der 22 Jahre alte Rückraumspieler, der auch in der Abwehr Verantwortung übernimmt. Die Unruhe zuletzt nach der Bekanntgabe des Trainerwechsels – Florian Bauer geht, Ralf Ludwig kommt nach der Saison – hat Till Buschmann ausgeblendet: „Natürlich tut es mir sehr leid für Florian Bauer. Er hatte keine Schuld an den schlechten Leistungen in der letzten Zeit. Gerade deshalb glaube ich, dass wir die Saison ordentlich zu Ende spielen.“

Alle wollen dabei sein beim Südhessen-Derby. Groß-Umstadts erstliga-erfahrener Aushilfs-Torwart Milos Hacko reist für den lokalen Hit extra aus Slowenien an. Damit zieht der TV Groß-Umstadt alle Register.

Die Gastgeber teilten am Donnerstag zugleich mit, dass es am Samstagabend noch genügend Karten an der Abendkasse geben wird.