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Handball, dritte Liga – Groß-Bieberau/Modau erwartet Spitzenreiter TV Kirchzell – Groß-Umstadt will nachlegen

28. März 2014 - Darmstädter Echo

 


Treffsicher aus dem Rückraum: Sebastian Paul steuerte zum 33:28-Erfolg der MSG Bieberau/Modau gegen Bernburg sechs Treffer bei. Am Samstag erwartet die MSG den Tabellenführer TV Kirchzell zum Drittliga-Derby in Ober-Ramstadt (19 Uhr, Ballsporthalle).  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer
 

 

Handball-Derby in Ober-Ramstadt. Die MSG Bieberau/Modau empfängt den Drittliga-Spitzenreiter TV Kirchzell. Der TV Groß-Umstadt hofft beim Vorletzten MTV Vorsfelde auf weitere Zähler für den Klassenerhalt.

 

Nächstes Spitzenspiel für die MSG Bieberau/Modau in der Dritten Handball-Liga: Am Samstag (19 Uhr, Ballsporthalle Ober-Ramstadt) kommt der TV Kirchzell in den vorderen Odenwald zum Derby. Ihre Visitenkarte ist die Tabellenführung, welche das Team, von Trainer-Urgestein Gottfried Kunz seit zwei Wochen innehat. Mit viel Disziplin und hohem körperlichem Engagement ist es dem kleinen Kader der Unterfranken gelungen, die Spitze zu erklimmen. Lizenzunterlagen für die Zweite Liga wurden übrigens nicht eingereicht. Kein Wunder, haben die Kirchzeller doch bestenfalls den Etat eines Oberligisten.

 

Hauptverantwortlich für den sportlichen Aufschwung des TV Kirchzell ist die starke Achse mit Mario Stark, Regisseur Andreas Kunz und Kreisläufer Marius Fuchs, welche die generischen Abwehren nicht in den Griff bekommen. Ist dann auch noch Linkshänder Steffen Kaufmann (Doppelspielrecht DJK Rimpar) anwesend, wird es ganz schwer, die Unterfranken zu besiegen.

 

Doch auch die MSG konnte in den letzten Begegnungen wieder zulegen, schlug den Dritten SV Anhalt Bernburg klar mit 33:28.„Das wird eine ganz enge Kiste. Die MSG hat eine sehr gute Mannschaft, die zu allem in der Lage ist“, hat Kirchzells bundesliga-erfahrener Routinier Andreas Kunz großen Respekt.

 

Doch der beruht natürlich auf Gegenseitigkeit. Auch Florian Bauer rechnet mit einem emotionalen Vergleich. „Schon im Hinspiel ging es ganz eng zu. Wir haben den größeren Kader und werden unser Heil wieder im Tempospiel suchen“, erklärt der MSG-Trainer. Damals im November verlor sein Team mit 23:24. Nun will Bauer die Revanche: „Unsere Derbybilanz ist lausig. Dass muss besser werden“. Für die Partie im benachbarten Ober-Ramstadt setzt die Vereinsregie extra einen Shuttle-Service vom Parkplatz der Firma Rexroth (ausgeschildert) zur Ballsporthalle ein. Parkplätze gibt es direkt an der Halle nur wenige.

 

Jetzt nachlegen heißt es für die Groß-Umstädter: Nach dem wichtigen 36:23-Erfolg gegen den HVC Aschersleben hat der TV Groß-Umstadt am Samstag (20 Uhr, BBS-Sporthalle, Wolfsburg) beim Tabellenvorletzten MTV Vorsfelde die große Chance, sich noch mehr Freiraum zu den Abstiegsplätzen zu verschaffen. Nach dem Erfolgserlebnis gegen Aschersleben würde ein weiterer Sieg der Südhessen nahezu dem Klassenerhalt gleichkommen. Doch es gilt, die Niedersachsen bloß nicht zu unterschätzen. Vor zwei Wochen wurde beispielsweise die HSG Nieder-Roden, immerhin Tabellensiebter, mit 26:23 bezwungen. Stark spielten zuletzt im Rückraum Sascha Kühlbauch und Christian Bangemann auf.

 

„Wir haben in den letzten Spielen gute Leistungen gezeigt und unsere Spielqualität erheblich verbessert. Diesen Level müssen wir jetzt halten“, fordert Groß-Umstadts Trainer Tim Beckmann auch in der Fremde mehr Konstanz ein. Schließlich kann er gegen Vorsfelde erstmals seit Monaten auf den kompletten Kader zurückgreifen.