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Handball, Dritte Liga – 550 Zuschauer in Ober-Ramstadt sehen 29:31 gegen TV Kirchzell

31. März 2014 - Darmstädter Echo

 

 


 
Das Nachsehen hatten Nils Arnold (hinten) und die MSG Groß-Bieberau/Modau in Ober-Ramstadt vor 550 Zuschauern beim 29:31 gegen Tabellenführer TV Kirchzell. Hier erzielt Kirchzells Bundesliga-erfahrener Routinier Andreas Kunz einen seiner neun Treffer.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer
 

 

Die MSG Groß-Bieberau/Modau ließ gegen den TV Kirchzell am Samstagabend in entscheidenden Phasen zu viele gute Möglichkeiten aus. Am Ende quittierte sie im Derby vor 550 Zuschauern in Ober-Ramstadt ein 29:31 (15:15) in der dritten Handball-Bundesliga.

 

Spannung pur in der Ober-Ramstädter Halle. Das Derby hatte alles zu bieten, was ein Spitzenspiel braucht. Nicht ohne Stolz stand TV Kirchzells Gottfried Kunz nach der Partie Rede und Antwort. Die Trainer-Ikone, die den kleinen Verein aus dem bayrischen Odenwald seit gut 20 Jahren in den oberen Ligen entwickelt, hatte die zielstrebigeren Torschützen in der Mannschaft.

 

Beeindruckend, wie der schmale Kader mit taktischer Disziplin in Abwehr und Angriff aufspielte. Kunz: „Wir haben verdient gewonnen, weil wir unsere Chancen nicht erarbeitet, sondern erspielt haben.“ Unbestritten, die Achse des Tabellenführers mit Mario Stark (4), Andreas Kunz (9/7) und Kreisläufer Marius Fuchs (4) behielt während der gesamten Spielzeit Ruhe und Übersicht, was am Ende den Ausschlag gab.

 

Dass die MSG Bieberau/Modau ebenbürtig war, lag an der individuellen Klasse der Rückraumspieler. Vor der Pause hielt der seit Wochen starke Torhüter Markus Podsendek die Vorderleute im Spiel, parierte den letzten Ball vor dem Halbzeit-Pfiff und traf per Direktwurf zum 15:15. Vorher lagen beinahe immer die Unterfranken vorn.

 

Die zweite Halbzeit verlief spannend. Doch immer, wenn die Gastgeber dran waren, wurden beste Chancen ausgelassen. So beim 19:20, als drei Bälle vergeben wurden. Weiter mit großem Willen stemmte sich der Tabelleneunte trotz vieler Zeitstrafen gegen die Niederlage. Angetrieben von der Wurfkraft der zweitliga-erfahrenen Sebastian Paul (5) und Steve Baumgärtel (6) gelang das 25:25. Dann patzte der junge Spielgestalter Darren Weber beim Siebenmeter gegen Kirchzells starken Torwart Sandro Friedrich und die Gäste trafen viermal in Folge. In den Schluss-minuten verkürzten die Schützlinge von Florian Bauer auf 28:29. Mehr war nicht drin.

 

„Wenn du deine freien Bälle nicht rein machst, verlierst du gegen einen so starken Gegner. Wir schaffen es einfach nicht, die big points zu machen“, war der Trainer enttäuscht. Die Gäste hingegen verteidigten vor 550 Zuschauern die Tabellenspitze – und das mit dem Etat eines Oberligisten.

MSG Groß-Bieberau/Modau: Podsendek, Bar (im Tor), Baumgärtel 6, Paul 5, Malik 6/4, Weber 4/2, Göbel 2, Döll 2, Arnold 2, Rohaly 1, Lemke, Grimm und Kolb
Haupttorschützen bei Kirchzell:Kunz 9/7, Baier 6, Göpfert 5, Fuchs 4, Stark 4, Zeitstrafen: 7/3, Siebenmeter: 8/6und 7/7, Zuschauer: 550.