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Handball, Dritte Liga – MSG Bieberau/Modau bezwingt Nieder-Roden mit 32:29

12. Mai 2014 - Darmstädter Echo

 

 


Eine starke Abschiedsvorstellung gibt Kreisläufer Alexander Lemke (links), der sich hier gegen Nieder-Rodens Kai Feldmann durchsetzt, im letzten Saisonspiel der MSG Bieberau/Modau.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Die MSG Bieberau/Modau beendet die Saison mit einem 32:29 (16:12)-Erfolg gegen die HSG Nieder-Roden und einem emotionalen Abschied von Florian Bauer nach 13 Jahren.

 

600 Zuschauer wollten das Derby am letzten Spieltag der dritten Liga Ost verfolgen. Auch die gut 150 Anhänger des Nachbarn aus dem Rodgau brachten gute Laune mit und feierten ihr Team – trotz der Niederlage – für eine ordentliche Spielzeit.

 

Emotional wurde es aber schon vor dem Vergleich, denn neben Sebastian Paul, Alexander Lemke und Nikolas Kolb wurde auch Trainer Florian Bauer verabschiedet. Drei Jahre stand der Sportwissenschaftler an der Seitenlinie, ein ganzes Jahrzehnt zuvor als Spieler auf dem Parkett. Minutenlange Ovationen, Bauer wirkte sichtlich ergriffen.

 

Dabei wollte er dieses persönliche Finale unbedingt gewinnen, dementsprechend engagiert begannen seine Schützlinge. Andererseits sollten alle Akteure auch Einsatzzeiten bekommen. So stand in der 18. Minute plötzlich sogar Mannschaftsarzt Sebastian Schellhaas in der Abwehr, ein austrainierter Chirurg beackerte nun Nieder-Rodens Toptorjäger Timo Kaiser. Der Linkshänder, der schon über 200 Treffer markiert hatte, stand am Sonntag völlig neben sich.

 

Doch erst gegen Ende der ersten Hälfte konnten sich die Gastgeber langsam absetzen. Hauptverantwortlich dafür war Torwart Paul Bar, der sich mit zunehmender Spieldauer als entscheidender Faktor entpuppte. Bar stellte seine Gegenüber eindeutig in den Schatten und parierte zehn hochkarätige Chancen – für Nieder-Rodens Trainer Alexander Hauptmann eindeutig der Grund für die Niederlage.

 

Die deutete sich schon nach 33 Minuten an, als die MSG auf 18:14 erhöhte. Mit unauffälligem, aber effektivem Offensivspiel fanden die Odenwälder immer öfter die entscheidende Lücke. Nach 50 Minuten führte die MSG 28:22. Dann folgte der Schlendrian, der die Hausherren über die ganze Saison immer wieder heimsuchte. Binnen drei Minuten war der Vorsprung dahin. Erst 90 Sekunden vor dem Abpfiff sorgte Steve Baumgärtel mit dem 31:28 für die Entscheidung. Bei dem Linkshänder wechselten Licht und Schatten, was seinen Mitspielerin größtenteils nicht anders erging. Stark spielten allerdings neben Torwart Bar auch Rechtsaußen Jan Döll und Alexander Lemke, der am Kreis höchst präsent war.

Bauer: „Diesen Sieg habe ich mir gewünscht“

Florian Bauer freute sich über den Erfolg zum Abschluss. „Diesen Sieg habe ich mir von der Mannschaft gewünscht. Ich kann mit einem guten Gewissen gehen. Wir haben unser Saisonziel, einen einstelligen Tabellenplatz, erreicht. Vielen Dank an den Verein und die vielen Anhänger für die schöne Zeit“, sagte Bauer zum Abschied.

 

Auch Alexander Hauptmann war zufrieden. „Wir haben zwei Zähler mehr geholt als letzte Saison. Dabei hatten wir großes Verletzungspech. Unser guter Unterbau hat uns in diesen Phasen sehr geholfen“, erklärte Nieder-Rodens akribischer Trainer.

MSG Groß-Bieberau/ Modau: Bar und Podsendek (im Tor), Döll 6, Baumgärtel 5, Malik 7/2, Schellhaas 1, Göbel, Buschmann 4, Lemke 3, Rohaly 2, Paul 3, Weber, Arnold 1,

Haupttorschützen HSG: Schulz 7/6, Weber 5. Weidinger 6, Wagner 4, Zeitstrafen: 7/4, Siebenmeter: 5/3 und 7/6, Zuschauer: 600.