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Liebe Sportfreunde, liebe Vereinsvertreter, meine sehr geehrten Damen und Herren der Presse,

 

der deutsche Handball befindet sich in einer großen Krise, nicht nur wegen der verpa(tz)ssten WM Qualifikation, sondern auch wegen der latenten Führungsschwäche und Inkompetenz der Gremien des DHB. Er hat sich selbst in eine Lage manövriert, die  - wie es die Presse umschreibt – einer Zerreißprobe – gleicht. Da geht es mal wieder um Personalien, aber auch um den Umgang miteinander, die Öffentlichkeitsarbeit, die dramatisch schlechte Darstellung unserer Sportart in den wenigen TV Minuten. Es geht aber auch um existentielle Fragen der Vereine in der 3. Liga, die von den zuständigen Gremien arrogant und mit einer gewaltigen Ignoranz abgetan werden. Da werden Staffeleinteilungen in Hinterzimmern vorgenommen, den Vereinen vorgeworfen und keinerlei Mitwirkung geduldet. Vertreter der Vereine haben noch  nicht einmal Stimmrecht. Wohlgemeinte und weitaus schlüssigere, nachvollziehbare Vorschläge aus dem Kreis der Drittligisten werden abgeschmettert. Es macht den Eindruck, als habe die Führung unseres Verbandes mit den „großen“  Problemen soviel zu tun, dass sie sich nicht mehr um uns kümmern können. Da war man noch nicht einmal in der Lage Eingangsbestätigungen zu unseren Anträgen zu schreiben, geschweige denn unser Gesprächsangebot zu nutzen.

 

Wie soll der DHB die Zerreißprobe bestehen, wenn er nicht einmal in der Lage ist eine saubere und für die Vereine vorteilhaftere Staffeleinteilung der 3. Liga hin zu bekommen. Wie soll dieser Verband eine positive Aufbruchstimmung hin bekommen, wie soll er eine WM ausrichten können?

 

Der Umgang mit den Vereinen der 3. Liga zeigt die aktuelle Situation im deutschen Handball auf, da geht es um Eitelkeiten, Rechthabereien, Kompetenzmangel, mangelnde Weitsicht und auch um nicht vorhandenes Fingerspitzengefühl. Kann und will der Verband uns nicht hören und unsere Probleme lösen, wie will er dann die anderen in den Griff bekommen? Die Worte mögen hart sein, aber das Verhalten der DHB Kommission und des Präsidiums lassen nichts anderes mehr zu.

 

Wir geben nicht auf und kämpfen weiter gegen Windmühlen an, wir haben jetzt juristische Schritte gegen die Staffeleinteilung eingeleitet und wollen die bevorstehenden Staffeltage dazu nutzen unsere berechtigten Forderungen noch einmal zu formulieren, zu diskutieren und zu einer ordentlichen Lösung zu bringen. Dazu ist es aber dringend erforderlich die 4 geplanten Einzelveranstaltungen zu einer gemeinsamen, d. h. alle 64 Vereine umfassenden Veranstaltung zusammen zu legen. Und komme bitte keiner mit „organisatorischen“ Problemen. Das ist doch hin zu bekommen, oder?

 

Antrag:

 

Wir stellen deshalb im Namen der Vereine TV Groß-Umstadt, HSG Rodgau Nieder-Roden, MSG Groß-Bieberau/Modau und TV Kirchzell den Antrag nur einen Staffeltag am Wochenende des 12. und 13. Juli in der Mitte unseres Landes stattfinden zu lassen, den Vereinen Gehör zu verschaffen und damit zu versuchen die Probleme zu lösen. Gleichzeitig bitten wir wieder mal um eine Eingangsbestätigung dieses Antrages.

 

Wir sind der guten Hoffnung, dass unser DHB Präsident unser Anliegen unterstützt, denn aus seiner heutigen Erklärung zeigt sich doch Verständnis. „Es wäre fatal, wenn wir diese Chancen nicht mit klugem und besonnenem Handeln nutzten…,. Gerade in den vergangenen neun Monaten haben wir wiederholt gezeigt, dass es eine neue Gemeinsamkeit von Landesverbänden , Ligaverbänden und DHB gibt. Diese ist vom geprägt vom Willen, den Handball voranzubringen. Wer sich nicht für die Meinung anderer interessiert, ist ignorant. Und wir hören sehr aufmerksam zu. Im deutschen Handball ist jeder willkommen, der sich mit Leidenschaft und Kompetenz uneigennützig engagieren möchte,“ so Bernhard Bauer.

 

Na dann, lieber Herr Präsident, schauen Sie mal auf die Zahlen, die wir demokratisch erhoben haben: Bezogen auf die Wahlbeteiligung der 64 Vereine der 3. Liga haben sich

 

77% für unseren Änderungsantrag

13% für den einsamen Beschluss des DHB Präsidiums und

10% aktiv neutral entschieden.

 

Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen, daran werden Sie gemessen, zunehmend jetzt auch in der Öffentlichkeit. Und wenn auch „unser Problem“ für Sie keines zu sein scheint, sollten Sie sich damit befassen.  Wir werden nicht locker lassen, es geht um unsere Existenzen, es geht um die Anschlussförderung des deutschen Handballs, die in der 3. Liga ein wichtiges Fundament haben kann und haben muss.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Michael Blechschmitt

Im Namen der Vereine

TV Groß-Umstadt

HSG Rodgau Nieder-Roden

MSG Groß-Bieberau/Modau

TV Kirchzell

 

@DHB Geschäftstelle, mit der Bitte um Weiterleitung an das Präsidium