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Handball – MSG Groß-Bieberau/Modau zu stark für den TV Groß-Umstadt – Fazit des Ausrichters: „Es hat sich gelohnt“

11. August 2014 - Darmstädter Echo

 

 


Vor 400 Zuschauern gewann die MSG Groß-Bieberau/Modau das Finale des Weininsel-Turniers gegen die Mannschaft von Ausrichter TV Groß-Umstadt, für die hier Sebastian Paul zum Wurf ansetzt.  Foto: Guido Schiek

 

Die MSG Groß-Bieberau/Modau gewinnt das 3. Weininsel-Turnier des TV Groß-Umstadt, bei dem die Zuschauerresonanz alle Erwartungen übertrifft.

 

Das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss. Beim Handballturnier des TV Groß-Umstadt war es eben genau das Finale, welches sich die meisten Fans gewünscht hatten: das Derby zwischen dem TV Groß-Umstadt und der MSG Bieberau/Modau lockte am Sonntag über 400 Zuschauer in die schwül-warme Heinrich-Klein-Halle. Doch gerade die Anhänger der Mannschaft des Veranstalters mussten nach 60 Minuten anerkennen, dass die Gäste an diesem Tag besser waren. Mit 29:23 (19:14) gewannen die Odenwälder den Vergleich der beiden südhessischen Drittligisten.

 

Die MSG stellte eine gute Defensive und mit Markus Podsendek den stärkeren Torwart. Im Angriff war es eine Augenweide, dem zurückgekehrten Taktgeber Benedikt Seeger zuzuschauen. Seeger war torgefährlich und spielte großartig an. Gemeinsam mit ihm kam Lucas Lorenz von der insolventen SG Wallau. Der abwehrstarke Kreisläufer erzielte mit Seeger gemeinsam sieben der ersten acht Treffer. Nach zehn Minuten führte die MSG 8:4 und erhöhte später auf 12:7.

 

Groß-Umstadt hielt vor allem kämpferisch dagegen. Stark spielte David Acic, der tief in die Lücken ging. Doch gerade von der halblinken Position kam zu wenig Druck. So hatte auch Linkshänder Florian See Probleme, erfolgreich abzuschließen.

 

„Die MSG wird oben mitspielen, wir orientieren uns nach unten. Bei uns muss schon alles passen, um gegen diese sehr ausgeglichene Mannschaft zu gewinnen“, erklärte Holger Zindt nach dem Spiel. Der Abteilungsleiter machte sich so seine Gedanken. Kann der TV Groß-Umstadt die Abgänge von Maximilian Bettin und Oliver Schulz kompensieren? „Wir haben noch zwei Wochen Zeit. Es bleibt aber auch noch viel Arbeit“, ist Zindt realistisch. „Für uns geht es eben nur um den Klassenerhalt“.

 

Ralf Ludwig, der neue Coach des Turniersiegers war recht zufrieden mit den Vorstellungen, sieht aber noch großes Entwicklungspotenzial. „Die Fehlerquote ist noch viel zu hoch. Auch am Wurfverhalten müssen wir noch arbeiten. Außerdem sind gerade die jungen Spieler viel zu ungeduldig“, resümierte der Trainer der MSG Groß-Bieberau/Modau.

 

Es war mal wieder ein Mammutprogramm, das der TV Groß-Umstadt präsentierte. Alleine am Samstag gab es 480 Minuten Handball zu sehen. Spannend war es und es gab auch einige überraschende Ergebnisse.

SG Babenhausen spielt beeindruckend

Vorbereitungsspiele werden oft überbewertet, aber wie sich beispielsweise die SG Babenhausen am Samstag als unterklassiger Konkurrent aus der Affäre zog, war beeindruckend. Erst gelang dem Landesligisten ein 24:23-Erfolg gegen den Drittligisten TV Kirchzell, anschließend musste man sich mit 24:25 nur denkbar knapp dem Gastgeber Groß-Umstadt geschlagen geben. Wehrmutstropfen für den Oberliga-Absteiger: Mitten in der Vorbereitung wechselte Torjäger Carl-Phillip Erk zur HSG Nieder-Roden.

 

In der Landesliga wird Babenhausen schon als Titelfavorit gehandelt. Doch der Vorsitzende, Cem Adanir, will davon eigentlich nichts hören. „Wir sprechen nicht vom Aufstieg. Vor der letzten Saison hatten wir viel Verletzungspech und auch momentan sind nicht alle Akteure fit“.

 

Hochzufrieden war die TV-Regie mit dem Zuschauerzuspruch. „Es hat sich gelohnt, mit der MSG Bieberau/Modau, dem TV Kirchzell und der HSG Nieder-Roden drei Topteams der Region einzuladen. Vielen Dank an diese Vereine, denn sie haben uns viele Zuschauer beschert“, bilanzierte Holger Zindt.

Torschützen im Finale: Acic 6, See 7/3, Paul 2, Knieps 2, Purucker 2, Paul 2, Brunner 2, Kraft und Kraus für Groß-Umstadt – Rohaly 6, Seeger 5, Malik 5/4, Lorenz 3, Buschmann 2, Arnold und Büttner, Baumgärtel, Döll, Weber für Groß-Bieberau/Modau, Zuschauer: 400.