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Handball, Dritte Liga – MSG Groß-Bieberau/Modau nach dem 31:22 gegen Pirna spitze


 
Tor im Visier: Till Buschmann wirft einen Treffer für die MSG Groß-Bieberau/Modau.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Dank einer starken zweiten Spielhälfte bezwang die MSG Groß-Bieberau/Modau am Sonntagnachmittag den ESV Lok Pirna 31:22 (13:12). Die Odenwälder stürmten am zweiten Spieltag an die Spitze der der Dritten Handball-Bundesliga Ost.

 

Nicht überglücklich, aber zufrieden wirkte Ralf Ludwig nach dem Schlusspfiff in der Großsporthalle. Gerade hatte die MSG Groß-Bieberau/Modau den ESV Lok Pirna vor 500 Zuschauern mit 31:22 bezwungen und Rang eins erklommen. Da wollte sich der ehrgeizige Trainer den Erfolg nicht schlecht reden lassen. „Wir haben uns lange schwergetan, aber letztendlich hochverdient gewonnen. Wir sind Erster, was will man zum Saisonstart mehr“, befand Ludwig nach einem spielerisch anspruchsvollen Vergleich der Dritten Handball-Liga.

 

Praktisch die gesamte erste Halbzeit taten sich die Südhessen schwer mit dem kampfstarken Gegner. Der hatte eine lange Anfahrt hinter sich, morgens um sechs Uhr ging es los. Trotzdem wirkte Pirna, angetrieben vom vorzüglichen Regisseur Jiri Boucek (7), hellwach. Auch den Halblinken Vladan Kovanovic bekam die zögerliche Abwehr der Odenwälder zunächst nicht in den Griff. Der Neuzugang aus Dresden traf in der ersten Hälfte fünfmal.

 

Zudem profitierten die Gäste von unnötigen Abspielfehlern der zweiten Angriffswelle. Pirna warf so vier einfache Treffer, ließ glücklicherweise aber auch einige Bälle liegen. Die Fehler ärgerten Ludwig: „Wir nehmen uns viel zu oft Chancen.“ Er fand dann in der Kabine zur Halbzeit die richtigen Worte. Nun wirkte die Mannschaft geistig frischer als die Sachsen. Dank guter Abwehrarbeit, aber auch aufgrund eklatanter technischer Fehler des Gegners, schraubte der Favorit das Ergebnis innerhalb von zehn Minuten auf 20:15.

 

Hauptsächlich beteiligt an der Trefferserie waren die schnellen Alexander Rohaly (6) und Lucas Lorenz (4) sowie der erneut glänzende Taktgeber Benedikt Seeger (7). Diesen Rückstand konnte Pirna, das mit der Stammsechs nahezu durchspielte, nicht mehr aufholen. In der 47. Minute stand es 25:18. „Die zweite Halbzeit hat mein Team völlig verschlafen. Hinten raus hatte unser Gegner aber personell deutlich mehr zu bieten“, bilanzierte Gäste-Trainer Peter Hazl ernüchtert. Immerhin war er froh ob der frühen Anwurfzeit um 14 Uhr: „Als wir im Frühjahr in Kirchzell gespielt haben, mussten unsere Spieler morgens direkt zur Arbeit gehen.“

 

Hochstimmung herrschte dagegen im Lager des Siegers. Es gab keine Ausfälle zu beklagen und alle Spieler brachten nach Anlaufschwierigkeiten schließlich ihre Leistung.

MSG Groß-Bieberau/Modau : Müller, Podsendek (im Tor), Seeger 7, Malik 5/1, Lorenz 4, Rohaly 6, Baumgärtel 2, Buschmann 3, Arnold 1, Darren Weber 1, Döll, 2, Büttner, Göbel.

Haupttorschützen für Pirna: Boucek 7, Kovanovic 5, Danowski 5,
Zeitstrafen:
1/3, Siebenmeter: 1/1 und 2/1, Zuschauer: 500.