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Handball, Dritte Liga – Groß-Bieberau/Modau legt mit 31:25 gegen Nordheim Grundstein für die knifflige Trilogie

22. September 2014 - Darmstädter Echo

 

 


Tordrang: Rückraumspieler Maik Lebherz warf fünf Treffer für die MSG Groß-Bieberau/Modau beim 31:25-Sieg gegen den Nordheimer HC (vorn Leon Schnitt).  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

„Arbeitssieg“. Geschäftsführer Georg Gaydoul atmete durch. Das 31:25 (15:14) der MSG Groß-Bieberau/Modau gegen den Nordheimer HC war spielerisch keine Offenbarung. Dennoch bedeutete die Begegnung in der dritten Handball-Bundesliga die richtige Einstimmung für die Derbys nächsten Freitag beim Spitzenreiter HSG Nieder-Roden und am Freitag darauf beim TV Groß-Umstadt.

 

„Die machen viel zu viele Fehler, ich weiß nicht, warum die sich so viel Druck machen.“ Was Trainer Ralf Ludwig grübeln ließ, blieb auch 400 Zuschauern am Samstagabend nicht verborgen: Viele gute Ansätze. Mehrfach zwei, drei Tore-Führungen. Dann Übereifer plus Abstimmungsprobleme – hinten wie vorn. Ludwig: „Wir haben unglaublich viele technische Fehler gemacht.“ Georg Gaydoul tadelte: „Hinten zu lasch und vorn zu viele leichte Bälle verworfen.“

 

Erst in der 45. Minute (19:16.), als der Nordheimer HC langsam die Waffen streckte, lief das Angriffsspiel bis zum 31:22 (56.). Auch die Abwehr fing sich. Aufgebaut durch Torhüter Markus Podsendek, neben Michael Malik (8/6), der sechs von sieben Strafwürfen ins Tor zauberte, der Fixpunkt.

 

Aufsteiger Nordheim, der die dritte Niederlage im dritten Spiel quittierte, spielte eine knappe dreiviertel Stunde respektlos mit. Der hoch aufgeschossene Linkshänder Kai Effler (7) und der druckvolle Halblinke Jan-Niklas Falkenhain (8/1) sowie Kreisläufer Leon Schnitt piesackten die Odenwälder hartnäckig (7:6/15. und 18:19/40.). Erst als die Kräfte der tapferen Niedersachsen nachließen, war der dritte Drittliga-Sieg im vierten Spiel gebucht. Ein Beispiel für Berg- und Talfahrt der Gastgeber verkörperte der groß gewachsene Halblinke Maik Lebherz. Mit fünf Treffern deutete der junge Rückraumspieler Potenzial an, leistete sich aber genau so viele technische Fehler. Noch fehlt ihm Geschmeidigkeit. Spielgestalter Benedikt Seeger (5) kämpft nach seiner Frühform in der Vorbereitung mit Regie-Mängeln. Es braucht noch Reifezeit und Feinabstimmung. Trainer Ralf Ludwig wechselte viel, reizte Risikobereitschaft und den gesamten Kader aus. Die Eingesetzten dankten es alle bis auf Kreisläufer Nils Arnold mit Toren, Einsatzfreude und Ehrgeiz.

 

Torhüter Markus Podsendek: „Nach Startschwierigkeiten hat sich die Mannschaft gefangen und richtig gut zusammengefunden. Es hat mich gefreut, dass junge Spieler wie Maik Lebherz Erfolg hatten. Wir wachsen zusammen. Ich freue mich auf die nächsten Spiele.“

 

Diese verlangen höchste Konzentration und spielerische Güte. Nächsten Freitag (20 Uhr) beim ungeschlagenen Klassenprimus HSG Nieder-Roden steigt der Südhessen-Gipfel, eine Woche darauf (3. Oktober/19 Uhr) beim TV Groß-Umstadt das Odenwälder Derby. Am 11. Oktober (19 Uhr) kommt noch der fränkische Nachbar TV Kirchzell. Nach der Trilogie ist der Reifegrad des Odenwald-Express dann transparenter. Hopp oder top.

MSG Groß-Bieberau/Modau: Müller, Podsendek (im Tor), Göbel 1, Malik 8/6, Büttner 1, Seeger 5, Baumgärtel 1, Buschmann 2, Rohaly 3, Lebherz 5, Lorenz 1, Weber 1, Arnold, Döll 3.
Haupttorschützen für Nordheim: Falkenhain 8/1, Effler 7, Schnitt 4.
Zeitstrafen: 1/3, Siebenmeter: 7/6 und 2/1, Zuschauer: 350.