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Handball, Dritte Liga – Heute Abend: Groß-Umstadt gegen Kirchzell, HSG Nieder-Roden gegen MSG Bieberau/Modau

26. September 2014 - Darmstädter Echo

 

 


Ganz oben in der Tabelle der Dritten Liga steht die HSG Nieder-Roden, für die sich hier Philippe Kohlstrung gegen die Abwehr von TV Groß-Umstadt durchsetzt. Heute Abend will die MSG Bieberau/Modau versuchen, den Höhenflug der Rodgauer zu stoppen.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer
 

 

Die turbulenten Derby-Wochen in der Dritten Liga gehen weiter. Fast zeitgleich stehen am Freitagabend das Duell zwischen dem TV Groß-Umstadt und dem TV Kirchzell sowie das Spitzenspiel der HSG Nieder-Roden gegen die MSG Bieberau/Modau auf dem Programm.

 

Viele Drittligisten hatten sich der Spielzeit für eine andere Ligaeinteilung stark gemacht, was nichts einbrachte. Was den vier südhessischen Vereinen aber geblieben ist, sind die Derbys, auch wenn es weiterhin in der wirtschaftlich unattraktiven Ost-Staffel an den Start geht. Und da haben sich die Spieleinteiler scheinbar etwas Besonderes ausgedacht. Alle vier Clubs spielen bis zum 11.Oktober ständig gegeneinander.

 

Der Derby-Marathon geht heute Abend in die zweite Runde. Dabei erwartet der TV Groß-Umstadt (19:30 Uhr, Heinrich-Klein-Halle), den TV Kirchzell. Es ist wirklich bewundernswert, wie es Gottried Kunz trotz geringstem Budget (60 000 Euro) immer wieder schafft, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen. Vor dieser Spielzeit musste Kirchzell schmerzlich den Weggang ihres torgefährlichen und abwehrstarken Kreisläufers Marius Fuchs hinnehmen, zudem ist Linkshänder Steffen Kaufmann dem Zweitspielrecht entwachsen. Doch Kunz hat es wieder geschafft: Zwei Siegen folgte eine unglückliche 32:33-Niederlage in Bad Neustadt.

 

Kunz ist davon überzeugt, dass die Partie wie so oft durch Kleinigkeiten entschieden wird. Groß-Umstadts Trainer Tim Beckmann warnt vor einem starken Konkurrenten: „Wir müssen 60 Minuten konzentriert spielen und dürfen uns keine Aussetzer erlauben, das würde von Kirchzell gnadenlos bestraft.“

 

Sportlich noch reizvoller dürfte sich der Vergleich zwischen der HSG Nieder-Roden und der MSG Bieberau/Modau gestalten, der nur eine halbe Stunde später angepfiffen wird (20 Uhr, Sporthalle Wiesbadener Straße). Die Rodgauer haben ihre ersten vier Partien allesamt gewonnen, die MSG patzte nur einmal in Hannover. Ein echtes Spitzenspiel also, weshalb mit einer vollen Halle zu rechnen ist.

 

Schon vergangenen Freitag beim 28:20-Erfolg gegen den TV Groß-Umstadt verfolgten 500 Zuschauer die Partie und waren begeistert von der Schlussphase. In den letzten zehn Minuten wurde der TVG förmlich überrannt, was für die gute Kondition der Spieler spricht. Seit Jahren arbeitet Alexander Hauptmann mit geringsten finanziellen Mitteln an einer schlagkräftigen Spitzenmannschaft, langsam scheint er seinem Ziel näher zu kommen.

Bewegliche Abwehr und zwei Ausnahmewerfer

Prunkstück ist die sehr bewegliche Abwehr, die sich mit der Rückkehr von Tim Henkel (TV Großwallstadt) noch mal verbessert hat. Vorne sorgen vornehmlich die beiden Halben Michael Weidinger und Timo Kaiser für die nötigen Treffer. Beide Ausnahmewerfer sorgten in der letzten Spielzeit für insgesamt 400 Treffer. Allerdings verweist Hauptmann immer wieder auf das Alter seiner Schlüsselspieler. Talente wie Philippe Kohlstrung (22 Jahre) oder Kai Feldmann (20) brauchen in der robusten Staffel noch ein wenig Zeit.

 

Die HSG steht an der Spitze der Tabelle und ist alleine schon deshalb der klare Favorit. Zumindest für Ralf Ludwig. „Die HSG wird mit dem HC Dresden um den Titel spielen“, ist der Trainer der MSG Bieberau/Modau überzeugt. Den größten Vorteil Nieder-Rodens sieht Ludwig in der individuellen Stärke von Kais, Weidinger und Henkel. „Zudem ist die HSG besser eingespielt und fabriziert dadurch weniger Fehler“, sagt Ludwig. Während die Odenwälder in Bestbesetzung anreisen, sind allerdings beim Gastgeber einige Akteure angeschlagen.