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29. September 2014 - Darmstädter Echo
 
Spannung pur: Beim 24:24 (13:13)-Unentschieden im Spitzenspiel der Dritten Liga Ost zwischen HSG Nieder-Roden und MSG Groß-Bieberau/Modau bekamen die 550 Zuschauer eine Menge geboten. Die Gäste verspielten einen Vier-Tore-Vorsprung in den letzten acht Minuten.

HANDBALL, DRITTE LIGA.

 

Hitzig ging es zu am Freitagabend in Nieder-Roden beim Spiel HSG Nieder-Roden gegen MSG Groß-Bieberau/Modau. Es war die 52. Minute, als Rechtsaußen Jan Döll zum 22:18 für die Gäste traf. Die zahlreichen mitgereisten MSG-Anhänger feierten ihr Team hernach schon als Sieger. Doch mit einem beeindruckenden Willen erkämpften sich die Rodgauer noch einen Zähler. Ein Kraftakt, der auch den Kontrahenten beeindruckte.

 

„Ich dachte auch, wir haben den Sieg jetzt in der Tasche, aber Nieder-Roden warf alles in die Waagschale“, war auch Georg Gaydoul beeindruckt. Dem MSG-Geschäftsführer hatte die packende Partie genauso gefallen, wie dem Rest der 550 Zuschauer an der Wiesbadener Straße.

 

Gerade die letzten Minuten hatten es in sich. Nach dem 18:22 zog Nieder-Rodens Trainer Alexander Hauptmann die letzte taktische Maßnahme und öffnete den Deckungsverband komplett. Das wirkte, die HSG war nach dem 21:23 durch Tim Henkel wieder im Spiel.

 

Dann wurde es hektisch. Vier Sekunden vor der Schlusssirene traf Phillipe Kohlstrung zum 24:24. Den letzten Gästeangriff verhinderte HSG-Kreisläufer Christian Schmid mit einem taktischen Foul, das mit einer Roten Karte geahndet wurde.

 

Der Jubel nach der Schlusssirene war trotzdem groß bei den Gastgebern, doch auch die Akteure der MSG Groß-Bieberau/Modau konnten zufrieden sein. Die Schützlinge von Ralf Ludwig hatten die torgefährlichen Halben Michael Weidinger (4) und Timo Kaiser (3) gut im Griff, unterbanden mit hohem Aufwand das Tempospiel des Ligaprimus und konterten ihrerseits zielstrebig.

 

Der unbedingte Wille und die tolle Aufholjagd der HSG beeindruckten dann aber schon. „Die Mannschaft hat sich nie aufgegeben und verdient noch einen Punkt geholt“, freute sich Alexander Hauptmann über die Moral seiner Mannschaft.

 

Doch auch das junge Ensemble der MSG befindet sich auf einem guten Weg. So behielten die Gäste nach dem frühen 4:8-Rückstand die Nerven, spielten sich kontinuierlich zurück. Für ganz vorne reicht es aber noch nicht. Sonst hätte der Vier-Tore-Vorsprung am Ende sicherlich genügt.

 

HSG Nieder-Roden: Hoppenstaedt, Rhein, Weber 1, Henkel 6/3, Schmid 4, Zutic, Kohlstrung 4, Stenger, Wagner, Heß, Jost, Weidinger 4, Kaiser 3, Keller 2, Erk.

MSG Groß-Bieberau/Modau: Podsendek, Müller, Göbel, Malik 6/3, Büttner, Seeger 6, Baumgärtel, Buschmann 2, Rohaly 2, Lebherz, Lorenz 2, Weber, Arnold, Döll 6.

Zeitstrafen: 3/5. Rote Karte: Schmid (HSG), Siebenmeter: 3/3 und 3/3, Zuschauer: 550.