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Handball, dritte Liga – 24:25 im Derby ernüchtert die MSG Groß-Bieberau/Modau


Geballte Freude: Die Spieler des TV Groß-Umstadt feiern den 25:24-Erfolg im Südhessen-Derby gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer
Wieder einmal bot das Prestige-Derby der dritten Handball-Bundesliga zwischen dem TV Groß-Umstadt und der MSG Groß-Bieberau/Modau alles, was zu einem packenden Spiel gehört. Die Gastgeber setzen sich am Freitagabend vor 900 Zuschauern 25:24 durch.

Jubel und Enttäuschung lagen nahe beieinander. Während die Helden des TV Groß-Umstadt mit den Zuschauern den 25:24-Erfolg ausgelassen feierten, standen die Gäste mit gesenkten Köpfen unter ihren zahlreichen Schlachtenbummlern. Auch sie wollten sich für die Unterstützung bedanken, schließlich verfolgten rund 900 Zuschauer das Südhessen-Derby am Freitagabend.

Beide Mannschaften gaben kämpferisch alles. Spielerisch allerdings war Groß-Umstadt obenauf. Denn der Rückraum der Gäste hatte einen schwachen Tag erwischt. Die beiden Asse des TV Groß-Umstadt, Markus Eisenträger (10 Tore) und Florian See (6), trafen beinahe doppelt so oft, wie der gesamte Rückraum der Odenwälder. Michael Malik (1/1) tauchte ab. Der in den ersten Partien aufmerksame Taktgeber Benedikt Seeger (3) blieb blass. Kreisläufer Lucas Lorenz (4) sowie die jungen Darren Weber (2) und Rechtsaußen Jan Döll (5), sorgten dafür, dass die Begegnung bis in die Schlussminute spannend blieb.

Die Odenwälder hatten beim 24:24 die Chance zur Wende – sie blieb ungenutzt. Groß-Umstadt legte dank Fabian Kraft zum 25:24 vor. Dann verwarf Benedikt Seeger und leistete sich prompt eine Zeitstrafe. Da waren noch 50 Sekunden zu spielen. Groß-Umstadt hatte beim letzten Angriff Ballbesitz, danach brachen alle Dämme.

Die favorisierten Gäste erfuhren, dass solch brisante Gipfel von anderen Einflüssen leben als der individuellen Klasse. „Da wurde an zu viele andere Dinge gedacht, aber nicht an das Spiel“, tadelte Trainer Ralf Ludwig. Ihm fehlten Siegertypen.

Die besaß der der Gegner: Torwart Lucien Zwiers steigerte sich enorm, Markus Eisenträger traf aus allen Lagen: Zwölf Versuche, zehn Tore. Für den als „Fahrkarten-Spezialist“ verhöhnten Halblinken eine Genugtuung. „Meine Mitspieler haben mich gut eingesetzt. Ich hatte Platz, mir die Ecke auszusuchen. Endlich hat mal alles geklappt“, freute sich der groß gewachsene Angreifer, der auch im Abwehr-Zentrum überzeugte.

„Wir haben um jeden Ball gekämpft und das hat sich gelohnt. Mich hat besonders gefreut, dass sich alle Spieler an mein Konzept gehalten haben“, frohlockte Tim Beckmann. Groß-Umstadts Trainer genoss den Coup. Für die enttäuschten Gäste blieb der Trost: Am 21. Februar, beim Rückspiel in der Darmstädter Böllenfalltorhalle, kann schließlich wieder alles anders laufen.

TV Groß-Umstadt: Bolling, Zwiers (im Tor), Eisenträger 10, See 6/2, Kramer 3, Acic 2, Paul 1, Burnner 1, Purucker 1, Kraft 1, Knieps, Geissler, Kraus.

MSG Groß-Bieberau/Modau: Podsendek, Müller (im Tor), Döll 5, Lorenz 4, Rohaly 3, Seeger 3, Baumgärtel 2, Weber 2, Arnold 1, Buschmann 1, Malik 1/1, Göbel 1, Lebherz.

Zeitstrafen: 3/5; Rote Karte: Paul (23. Minute, grobes Foulspiel); Siebenmeter: 3/2 und 2/1; Zuschauer: 900.