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Letztes Vorrunden-Derby für die MSG Groß-Bieberau/Modau: TV Kirchzell kommt

 

10. Oktober 2014 - Darmstädter Echo

 


 
Ratlos: Trainer Ralf Ludwig angesichts der Derby-Niederlage beim TV Groß-Umstadt. Am Samstagabend erwartet Handball-Drittligist MSG Groß-Bieberau/Modau den TV Kirchzell zum nächsten Lokal-Vergleich.  Foto: Foto Jürgen Pfliegensdörfer
 

 

Letztes Vorrunden-Derby für die MSG Groß-Bieberau/Modau in der dritten Handball-Bundesliga: TV Kirchzell kommt am Samstagabend. Der TV Groß-Umstadt geht am Wochenende auf Sachsen-Tour und spiel gleich zweimal. Gastgeber sind am Samstagabend der HC Elbflorenz Dresden und am Sonntag der ESV Lok Pirna.

 

Am Samstagabend (19 Uhr) beendet die MSG Groß-Bieberau/Modau gegen Kirchzell die Serie der Derbys. Zu Buche steht in diesen Begegnungen bisher lediglich ein Zähler aus dem Spitzenspiel bei der HSG Nieder-Roden. Da überzeugten die Odenwälder. Doch letzten Freitagabend – ausgerechnet gegen den Rivalen TV Groß-Umstadt – enttäuschte die Mannschaft von Ralf Ludwig trotz der knappen 24:25-Niederlage auf der ganzen Linie.

Der Gegner legte den größeren Willen und mehr Disziplin an den Tag. Ralf Ludwig vermisste vor über 900 Zuschauern die Siegertypen in den Reihen der Gäste. Doch weiß der Trainer auch um die Qualität der Spieler, denn sieben Zähler sind schon verbucht.

Respekt hat Ludwig vor dem TV Kirchzell. „Die Einstellung muss zu 110 Prozent stimmen, nur dann haben wir eine Chance“, fordert er Einsatzfreude und Konzentration. Die Unterfranken haben sich trotz des Verlustes von Kreisläufer und Abwehrspezialist Marius Fuchs mit 8:2 Punkten wieder in der Spitzengruppe festgesetzt. Zuletzt schlugen sie Spitzenreiter HSG Nieder-Roden und stürzten ihn von Rang eins. Es ist ohne Zweifel der Verdienst von Gottfried Kunz. Das Trainer-Urgestein schafft es mit viel Herzblut, immer wieder Talente in den Kader zu integrieren. Der strenge Übungsleiter lässt die Spieler nach einem missglückten Auftritt schon mal zwei Stunden durch den Wald laufen, wie nach dem Weininselturnier in Groß-Umstadt im August.

Eine fein abgestimmte Abwehr sowie Disziplin und Geduld im Angriff sind die großen Stärken der Bayern um den erfahrenen Taktgeber und früheren Bundesliga-Spieler (TV Großwallstadt) Andreas Kunz. In der letzten Saison ging Kirchzell gegen Groß-Bieberau zweimal als Sieger vom Platz. Da erübrigt sich die Frage nach der Favoritenrolle.

Der TV Groß-Umstadt geht am Samstagmorgen auf große Fahrt. Gleich zweimal spielen die Südhessen im fernen Sachsen – aus Kostengründen. Sportlich ist die Doppelbelastung fragwürdig, wartet doch der direkte Konkurrent im Abstiegskampf, der ESV Lok Pirna, erst am Sonntagabend auf die Südhessen.

Bereits am Samstagabend (19.30 Uhr, Energieverbund-Arena) gilt es beim HC Elbflorenz Dresden. Dank eines Etats von über 600 000 Euro sind die Gastgeber von der Elbe eigentlich zum Aufstieg verdammt. Mit dem schwedischen Linkshänder Gabriel de Santis ist der Rückraum noch stärker geworden. Bisher steht das Team von Trainer Peter Pysall auf dem zweiten Tabellenrang (12:2 Zähler).

Groß-Umstadts Trainer Tim Beckmann muss die schwierige Aufgabe mit zwei Spielen innerhalb von 24 Stunden strategisch und taktisch lösen. Natürlich legt er den Fokus auf die Partie am Sonntag (17 Uhr) beim Vorletzten ESV Lok Pirna (1:11 Punkte). Trotzdem hofft Beckmann, dass sich Groß-Umstadt auch gegen HC Dresden gut verkauft. Schließlich haben die Gäste beim Derbysieg gegen Groß-Bieberau/Modau Selbstvertrauen getankt.

Die eingeschworene Gemeinschaft möchte mindestens zwei Zähler aus dem Doppelstreich in Sachsen mitbringen. Eigens dazu wurde auch eine Fan-Reise organisiert mit touristischem Begleit-Programm in der Residenzstadt Dresden.