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Handball, Dritte Liga – 25:27 – MSG Groß-Bieberau kann gegen Kirchzell nicht gewinnen

13. Oktober 2014 - Darmstädter Echo

 


Tor im Visier: Die MSG Groß-Bieberau/Modau verlor das Drittliga-Derby gegen TV Kirchzell 25:27. Linkshänder Tilll Buschmann warf fünf Treffer für die Gastgeber.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Die MSG Groß-Bieberau/Modau kann gegen den TV Kirchzell in der dritten Handball-Bundesliga einfach nicht gewinnen. Die 25:27 (17:16)-Niederlage am Samstagabend vor 500 Zuschauern war der größeren Anzahl individueller Fehler geschuldet.

 

„Hier regiert der TVK“, feierten zwei Minuten vor dem Abpfiff des hochklassigen, rasanten Derbys in der Großsporthalle die gut 80 mitgereisten Fans. Gerade hatte der TV Kirchzell das 26:23 erzielt – die Entscheidung. Der Tabellenvierte entwickelt sich zum Angstgegner der Odenwälder, auch in der letzten Spielzeit gingen beide Vergleiche an die Bayern. Schuld an der erneuten Pleite des Tabellenachten (7:7 Punkte) war die fehlerhafte zweite Halbzeit, in der nur acht Tore gelangen. Das war zu wenig gegen den körperlich nachlassenden Drei-Mann-Rückraum der Gäste.

 

„Was wir in der zweiten Halbzeit an technischen Fehlern und Fehlwürfen produziert haben, geht auf keine Kuhhaut. Die schwachen Abschlüsse haben wir zur Zeit aber auch im Training festgestellt“, tadelte Trainer Ralf Ludwig individuelle Schnitzer. Dabei wirkte die Mannschaft gut eingestellt. Der zuletzt harmlose Rückraum zeigte sich deutlich verbessert. Benedikt Seeger (6 Tore) und Till Buschmann (5) auf den Halbpositionen sorgten für Impulse.

 

Obwohl die Abwehr Probleme mit Kirchzells Kreisläufer Johannes Klimmer (8) offenbarte, setzten sich die Südhessen über 7:6 (13. Minute) auf 17:14 ab (27.). Dann wurde verpasst, diesen Vorsprung auszubauen. Im Gegenteil, die Gäste verkürzten. Ein Beleg für die Unerfahrenheit der Gastgeber, auch wenn sie nach der Pause nachlegten. Innerhalb von zwei Minuten hieß es 19:16. Doch plötzlich war Schluss mit der Herrlichkeit. Groß-Bieberau/Modau fehlte oftmals der Mut zum Torwurf, kein Spieler, der Verantwortung übernahm.

 

Das ging Kirchzells Rückraumachse um Mario Stark (3), Andreas Kunz (6) und Phillip Baier (3) ähnlich. Doch die Gäste hatten in Linksaußen Andre Göpfert den Matchwinner. Viermal kam er über die Mitte eingelaufen und traf aus der Halbdistanz. Den Odenwäldern gelang noch das eine oder andere Tor vom Kreis, mehr nicht.

 

Ralf Ludwig erkannte trotzdem Fortschritte: „Wir haben uns nach der Niederlage in Groß-Umstadt gefangen und größtenteils sehr diszipliniert gespielt. Jetzt müssen wir aber unbedingt am Torabschluss arbeiten.“ Kirchzells Trainer Gottfried Kunz lobte den Kampfgeist der eingeschworenen Franken. 10:2 Zähler wecken Begehrlichkeiten, doch Kunz sprach von einer Momentaufnahme: „Keiner ist verletzt und es läuft hervorragend. Wenn es so bleibt, wäre es schön.“
HSG Groß-Bieberau/Modau: Podsendek, Müller (im Tor), Seeger 6/1, Buschmann 5/1, Lorenz 4, Malik 1, Arnold 3, Darren Weber 3, Döll 2, Lebherz 1, Rohaly Baumgärtel, Büttner, Göbel.

 

Kirchzells Haupttorschützen: Klimmer 8, Kunz 6/4, Göpfert 5, Stark 3, Baier 3, Zeitstrafen: 3/3, Siebenmeter: 3/2 und 4/4, Zuschauer: 500.