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Handball, Dritte Liga –Darmstädter Echo

Nach 22:16-Führung 26:28-Heimniederlage gegen SG Leipzig

 

Willkommen in der Krise. Die MSG Groß-Bieberau/Modau verspielte in der dritten Handball-Bundesliga gegen die SG Leipzig einen 22:16-Vorsprung und verlor am Samstagabend vor 400 Zuschauern 26:28 (14:10).

 

Stillstand im Odenwald. Die MSG Groß-Bieberau/Modau rutschte nach der unnötigen Niederlage gegen den Tabellenachbarn Leipzig auf den zehnten Rang ab und muss sich nach unten orientieren. Wieder einmal fehlte es den Gastgebern an der Regie. Wenn Benedikt Seeger einen schlechten Tag erwischt, oder es der Gegner versteht, den Impulsgeber aus dem Spiel zu nehmen, ist die junge Mannschaft nicht mehr konkurrenzfähig. Zu viele vermeintliche Leistungsträger verstecken sich hinter dem torgefährlichen Seeger. Bezeichnend, dass der erst 19 Jahre alte Maik Lebherz mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer war.

 

„Willkommen im Abstiegskampf“, lautete die zynische Bewertung der Lage beim verantwortlichen Trainer Ralf Ludwig. „Einige Spieler haben im Kopf eine völlige Blockade, gerade wenn es in die entscheidende Phase eines Spiels geht. Heute haben wir in der Schlussphase wieder mal alles falsch gemacht“, war Ludwig bedient. In den kommenden Wochen warten ausnahmslos Spitzenclubs.

 

Was war da los in der Schluss-Viertelstunde am Samstagabend? Die Odenwälder hatten Leipzig im Griff, führten 22:16. Danach lief nichts mehr zusammen. Ein Festival von Fehlpässen und falschen Entscheidungen folgte. Bälle wurden in die Hände der Sachsen gepasst, die sich mit Kontertoren bedankten. Der Vorsprung schmolz zügig. Nach einer Zeitstrafe für die Bank (48. Minute) stand es 24:20. Anschließend, in den letzten elf Minuten, gelang gerade noch ein Treffer. Niemand war auf dem Parkett mehr in der Lage, Akzente zu setzen. Anders die Gäste, bei denen Alexander Schiffner (5) und David Heinig (7) abwechselnd für die Wende sorgten. In der 58. Minute traf Heinig zum 26:27 – es war die erste Führung der Gäste. „Gerade vor eigenem Publikum sind wir einfach nicht stabil. Ich kann mir das kaum erklären, dass geht hier ja nun schon seit zwei Jahren so“, bilanzierte Ludwig. Vor dem Heimspiel nächsten Samstag (19 Uhr) gegen den HC Elbflorenz Dresden wartet viel Arbeit.

MSG Groß-Bieberau/Modau: Podsendek, Müller (im Tor), Seeger 2, Lebherz 7, Baumgärtel 4, Döll 4, Buschmann 1/1, Lorenz 3, Rohaly 2, Yannick Göbel 1, Arnold 1, Darren Weber 1, Büttner und Winn.
Leipzigs Haupttorschützen: Heinig 7, Schiffner 5, Silanpää 5, Pfeiffer 5, Zeitstrafen: 4/4, Siebenmeter: 1/1 und 3/1, Zuschauer: 400.