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Handball, dritte Liga –Darmstädter Echo

Bieberau/Modau quittiert gegen Dresden dritte Heim-Niederlage

 


Steve Baumgärtel (rechts) war mit sechs Treffern bester Werfer der MSG Groß-Bieberau/Modau bei der 19:22-Niederlage gegen Tabellenführer HC Dresden.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Pleiten, Pech und Pannen – sie bestimmen zur Zeit den Alltag bei der MSG Groß-Bieberau/Modau. Trotz tadelloser Abwehrarbeit verloren die Odenwälder gegen Tabellenführer HC Elbflorenz Dresden am Samstagabend in der dritten Handball-Bundsliga 19:22 (9:11). Im Spielaufbau und Angriff klemmte es.

 

Handball verkehrt in der Sporthalle „Im Wesner“: Drei Minuten vor dem Abpfiff der umkämpften Partie erhoben sich gut 450 Zuschauer beim Stand von 19:18 und feierten die MSG Groß-Bieberau/Modau. Die Odenwälder hatten Ballbesitz und die Chance, die Begegnung zu entscheiden. Doch es folgte ein katastrophaler Fehlpass in die Hände von Dresdens Adam Bajorhegyi, der postwendend den Ausgleich erzielte. Ein Schock für die junge Mannschaft der Gastgeber, die zuvor alles in die Waagschale geworfen hatte, um dem Spiel eine Wende zu geben.

 

Zunächst neutralisierten sich zwei kompromisslose Abwehrreihen. So beweglich und aggressiv spielte die Verteidigung der Südhessen lange nicht mehr. Konsequenz und tadellose Einstellung waren auch von Nöten. Denn die Gäste boten in der Stamm-Sechs ausnahmslos ehemalige Erst-und -Zweitliga-Spieler auf. Allen voran der erfahrene Torhüter Timo Meinl, der reihenweise Würfe der Odenwälder entschärfte. Zu viele gute Chancen blieben liegen, auch weil Groß-Bieberau im Rückraum mit Ausnahme von Routinier Steve Baumgärtel (6 Tore), einem früheren Leipziger, gegen den groß gewachsenen Mittelblock des HC Dresden kein Rezept fand. Die Außen waren alle nicht in der Lage, Meinl aus dem Positionsspiel zu überwinden. Gerade in den letzten zehn Minuten häuften sich haarsträubende Ungenauigkeiten, die von den Sachsen gnadenlos bestraft wurden.

 

Die Entscheidung fiel eine Minute vor dem Abpfiff, als Groß-Bieberau/Modau beim Stand von 19:20 Ballbesitz hatte. Doch das theatralische Schiedsrichter-Gespann D'Alessandro/Kraaz hob überraschend bereits nach fünf Sekunden den Arm – und PfiffZeitspiel. Welche Mannschaft spielt auf Zeit, wenn sie kurz vor Schluss zurückliegt?

 

Trainer Ralf Ludwig war nach der dritten knappen Heim-Niederlage in Folge restlos bedient. Schließlich stand dessen wacker kämpfende Mannschaft erneut mit leeren Händen da und hat den Anschluss nach vorn zunächst verpasst. Zu allem Überfluss führte seine Kritik an den Schiedsrichtern zu einem Eintrag in den Spielbericht. Gegen eine Sperre werde sich die Regie mit allen Mitteln wehren, erklärte Geschäftsführer Georg Gaydoul. Spielfilm: 2:4, 5:7, 9:11, 11:13, 15:15, 18:16, 19:19, 19:22.

MSG Groß-Bieberau/Modau: Müller und Podsendek (im Tor), Baumgärtel 6, Rohaly 3, Arnold 3, Lorenz 2, Seeger 3/1, Buschmann 1/1, Lebherz 1, Döll, Darren Weber, Yannick Göbel, Büttner und Winn. Dresdens Haupttorschützen: Matschos 5, Rudow 4, Bajorhegyi 4, Zeitstrafen: 3/3, Rote Karte: de Santis (Dresden/25. /grobes Foulspiel), Siebenmeter: 3/2 und 4/3, Zuschauer: 450.