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HSC Bad Neustadt kassiert in Groß-Bieberau die fünfte Niederlage in Folge

 

Handball (ba)

Dritte Liga Ost Männer MSG Groß-Bieberau/Modau – HSC Bad Neustadt 29:24 (13:16)

In der Pause war die Welt beim HSC Bad Neustadt noch in Ordnung – der Drei-Tore-Vorsprung entsprach den Vorstellungen seines Trainers Margots Valkovskis. Die Freude wich nach dem Schlusspfiff dem blanken Entsetzen. Mit 24:29 (16:13) verließ der HSC als Geschlagener das Parkett. Er verlor nicht nur das fünfte Spiel in Folge, sondern wieder ein bisschen mehr des sowieso nicht großen Selbstvertrauens.

„Wir wollen dem Gegner vom Anpfiff weg den Wind aus den Segeln nehmen“, sagte der HSC-Coach vor dem Match. Die Gäste gingen durch einen Siebenmeter von Jan Wicklein und ein Tor von Valkovskis mit 2:0 in Führung. Die Rot-Weißen verteidigten ihren Vorsprung, ehe es in der 13. Minute zur ersten Überzahlsituation in der fairen Begegnung kam. Beim Stand von 7:8 echauffierte sich MSG-Coach Ralf Ludwig über einen dem HSC zugesprochenen Siebenmeter so sehr, dass er sich eine Bankstrafe einhandelte. Aber auch die Gäste waren mit der Entscheidung der Referees nicht zufrieden, hatte doch Alejandro Rohaly beim Konter von Jan Wicklein diesem einen Stoß versetzt. „Da hätte man Rot zeigen müssen“, fand Valkovskis.

Die Überzahlsituation führte zum 10:8 für den HSC, nach 20 Minuten hatten die Gäste, die in Abwehr und Angriff bis dahin eine ausgewogene Leistung zeigten, ein 12:9 herausgeworfen. Nach einem Doppelschlag von Emil Feuchtmann, den die einheimische Abwehr nicht in den Griff bekam, und einem Treffer von Maximilian Schmitt, lagen die Valkovskis-Schützlinge sogar mit vier Treffern in Front (16:12), um mit einem 16:13 in die Pause zu gehen. „Die Abwehrleistung war bis zu diesem Zeitpunkt mehr als erfreulich, die Torhüter waren ein Rückhalt, nur im Angriff hätten wir die Chancen besser nützen müssen“, lautete Valkovskis' Pausenfazit.

Nachdem Goran Djuricin einen Siebenmeter versenkte (17:13), geriet das HSC-Schiff unvermutet und eigentlich ohne jeden Anlass ins Schlingern. „Auf einmal ging bei uns minutenlang nichts mehr“, bilanzierte Valkovskis. Die Abwehr zeigte Schwächen, im Angriff fehlte die Durchschlagskraft. Die Gastgeber ließen sich nicht zweimal bitten, verkürzten den Rückstand sogar während einer Zeitstrafe ihres ansonsten recht unauffälligen Torjägers Steve Baumgärtel, glichen in der 37. Minute durch den starken Jan Döll aus (17:17) und gingen kurz darauf während einer Zeitstrafe gegen Djuricin durch den Ex-HSCler Rohaly erstmals in Führung.

Gäste-Rechtsaußen Wicklein, der aus dem Feld heraus nur wenige Akzente setzte, glich zwar nochmals aus. Doch die Gastgeber schlugen zurück – weil die Gäste mehrere Minuten lang nicht mehr trafen und beim Stand von 20:18 einen weiteren Siebenmeter durch Djuricin vergeigten. In kämpferischer Hinsicht war ihm und seinen Nebenleuten, zu denen überraschend auch Gary Hines gehörte, nichts vorzuwerfen, aber es fehlte auch das Quäntchen Glück. Eine Zeitstrafe für den US-Nationalspieler (50.) überstand man relativ unbeschadet, der für Djuricin nun auf halbrechts agierende Lukas Böhm ließ mit seinem Anschlusstreffer zum 23:24 (55.) auf einen Punktgewinn hoffen.

Zum dritten Mal in der Partie riss beim HSC der Faden – vier Gegentreffer binnen zwei Minuten waren der Anfang vom Ende. „In diesen Minuten haben die Schiedsrichter einige Entscheidungen – Schrittfehler, Stürmerfoul – gegen uns gepfiffen, die nicht nachvollziehbar waren“, kritisierte der HSC-Coach und sagte: „Meine Spieler müssen aus diesem Spiel die Lehre ziehen, dass man immer mehr Tore erzielen muss im Vergleich zur Zahl der Fehlentscheidungen der Schiedsrichter.“

Groß-Bieberau/Modau: Podsendek, Müller – Göbel, Malik 7/2, Büttner 1, Seeger 1, Baumgärtel 2, Winn, Rohaly 2, Lebherz 4, Lorenz 5, Weber 1, Arnold 1, Döll 5. Bad Neustadt: Schmidl, Tatzel (18. bis 40.), Thomas (n. e.) – Panfil (n. e.), Valkovskis 2, Schmitt 1, Hines, E. Feuchtmann 7, H. Feuchtmann 3, Djuricin 5/1, Wicklein 4/2, Gerr, Böhm 2. Zeitstrafen: 4:6 Minuten.

Siebenmeter: 2/2:5/3.

Zuschauer: 350. Schiedsrichter: Roth/Schuster (Braunschweig).

Spielfilm: 3:5 (10.), 9:12 (20.), 11:13 (25.), 13:16 (30.) – 18:18 (40.), 20:18 (45.), 24:23 (55.), 29:24 (60.).