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Handball, Dritte Liga –Darmstädter Echo

MSG Groß-Bieberau/Modau verliert beim SV Anhalt Bernburg

 

Die Aufholjagd wurde nicht belohnt. Die MSG Groß-Bieberau/Modau verlor am Samstag in der dritten Handball-Bundesliga vor 400 Zuschauern beim SV Anhalt Bernburg mit 31:34 (14:17). Ein Rückschlag für die Odenwälder nach den drei erfolgreichen letzten Spielen.

 

Allzu lange sollte sich die MSG Groß-Bieberau/Modau nicht mit der vermeidbaren Niederlage beim SV Anhalt Bernburg beschäftigen. Es waren verschiedene Gründe, welche für das Ende des kurzen Höhenfluges mit Erfolgen gegen den SC Magdeburg II und den HSC Bad Neustadt ausschlaggebend waren. Einmal stimmte die Abwehrleistung der Südhessen in der hitzigen Atmosphäre der Bruno-Hinz-Sporthalle nicht. Selten bekam die 6:0-Abwehr Zugriff auf die Gegenspieler, auch die Torhüter Markus Podsendek und Benedikt Müller bekamen so gut wie keinen Ball zu greifen. Der verletzte Linkshänder Till Buschmann fehlte hinten und vorn.

 

Die Gastgeber aus Sachsen-Anhalt standen nach einer schwachen Vorrunde mächtig unter Druck, investierten dementsprechend viel in diese Begegnung. Gerade die wurfstarken Distanzwerfer Kilian Kraft (6 Tore) und Robert Cieszynski (7) machten mächtig Dampf.

 

Nach dem 8:7 in der 13. Minute gerieten die Odenwälder in Rückstand. Der Tiefpunkt war beim 16:22 in der 38. Minute erreicht. Dann stellte Trainer Ralf Ludwig die Abwehr um. Torjäger Cieszynski wurde offensiver attackiert. Dank der zusätzlichen Ballgewinne erhöhte sich nun das Tempo der Gäste. Der schnelle Rechtsaußen Jan Döll (9) blies beinahe im Alleingang zur beachtlichen Aufholjagd. Auch Michael Malik (6/4) überzeugte.

 

Bernburgs Spieler wurden mit jeder Sekunde nervöser. In der 52. Minute stand es 26:28, dann folgten zwei umstrittene Zeitstrafen für die Gäste. Bernburg nahm die Überzahl dankend an und erhöhte wieder. 90 Sekunden vor dem Abpfiff entwickelte Steve Baumgärtel (4) mit dem 31:32 noch einmal Spannung. Doch die Wende gelang nicht mehr. Nach dem Abpfiff haderte der gesamte Tross der MSG Groß-Bieberau/Modau mit dem Schiedsrichter-Gespann Jäger/Thomas. „Wir waren uns alle einig, dass wir eigentlich nicht gewinnen konnten“, beschrieb Ralf Ludwig die Stimmung. Doch die Kritik des Trainers traf auch die Mannschaft: „Immer dann, wenn unser bester Handball gefordert ist, können wir ihn nicht abrufen“, tadelte er mit Blick auf die letzten zehn Minuten der spannenden Partie.

MSG Groß-Bieberau/Modau: Podsendek und Müller (im Tor), Seeger 3, Baumgärtel 4, Lorenz 4, Döll 9, Malik 6/4, Yannick Göbel 2, Arnold 1, Lebherz 1, Darren Weber 1, Rohaly, Büttner und Winn.
Haupttorschützen für Bernburg: Cieszynski 7/2, Buschmann 7, Kraft 6, Lampe 4.
Zeitstrafen: 4/4, Siebenmeter: 2/2 und 4/4, Zuschauer: 400.