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Handball, Dritte Liga – Darmstädter Echo

TV Groß-Umstadt und MSG Groß-Bieberau/Modau mit Heimaufgaben

 


Flugphase: Der TV Groß-Umstadt (links Danny Purucker) hofft nach dem Sieg gegen den HSV Bad Blankenburg (rechts Robert Römermann) im letzten Spiel des Jahres nachlegen zu können. Der Handball-Drittligist trifft auf den HSC Bad Neustadt. Ligakonkurrent MSG Groß-Bieberau/Modau wiederum erwartet Bad Blankenburg.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Zum letzten Mal bitten die beiden südhessischen Handball-Drittligisten in diesem Jahr ihr Publikum zur Unterstützung. Der TV Groß-Umstadt empfängt den HSC Bad Neustadt, Ligakonkurrent MSG Groß-Bieberau/Modau bekommt es mit dem HSV Bad Blankenburg zu tun.

 

Beide Vereine hatten mit Höhen und Tiefen zu kämpfen. Doch während die MSG Groß-Bieberau/Modau zuletzt Anschluss an die Spitzengruppe der Dritten Handball-Liga fand, wird der TV Groß-Umstadt weiterhin um den Klassenerhalt kämpfen. Darauf zumindest stellen sich die TVG-Verantwortlichen nicht erst vor dem letzten Spiel 2014 am Samstag (19 Uhr, Heinrich-Klein-Halle) gegen den HC Bad Neustadt ein.

Keine Notwendigkeit für Verstärkungen

Nach gutem Start verlor Groß-Umstadt Mitte der Hinrunde den Faden. „Durch diese Schwächephase werden wir wohl bis zum Saisonende gegen den Abstieg spielen“, ist sich Holger Zindt sicher. Der TVG-Abteilungsleiter verweist darauf, dass der Viertletzte unter Umständen eine Relegation spielen muss – genau auf diesem Rang liegen die Südhessen derzeit. Daran haben auch die jüngsten Erfolge gegen Köthen und Bad Blankenburg nichts geändert. Zindt traut dem ein oder anderen Abstiegskonkurrenten aus dem Osten zudem zu, sich noch zu verstärken.

 

Für seinen eigenen Kader kommt das nicht infrage, das Budget ist ausgereizt. Eine unbedingte Notwendigkeit sieht er auch nicht. „Wenn sich unsere Mannschaft auf das konzentriert, was sie kann, sollte es locker reichen. Wir waren gegen jeden Gegner konkurrenzfähig, alle Niederlagen waren knapp“, sagt Zindt, der auf einen Erfolg gegen Bad Neustadt hofft.

 

Die Unterfranken sind mit vielen erfahrenen Spielern besetzt, blieben aber bisher hinter den Erwartungen zurück. Der stärkste Mannschaftsteil ist die rechte Angriffsseite mit den Linkshändern Goran Djuricin und Jan Wicklein. Viel Erfahrung bringt auch Margots Valkovskis mit, ein lettischer Nationalspieler.

 

Die MSG Groß-Bieberau/Modau kann vor dem letzten Heimspiel (Samstag, 19 Uhr, Großsporthalle „Im Wesner“) gegen den HSV Bad Blankenburg ganz entspannt Richtung Winterpause schauen. Auch wenn die Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, der Weg scheint zu stimmen. „Es gab schlechte Spiele gegen Groß-Umstadt und Leipzig. Ansonsten wären wir im Soll“, erklärt Georg Gaydoul. Der MSG-Geschäftsführer hat aber auch die vielen starken Vorstellungen gegen Top-Teams der Liga nicht vergessen, weshalb die Odenwälder positiv in die Zukunft schauen.

 

„Wir haben die Mannschaft nochmals verjüngt und auch zwei neue Trainer geholt. Das muss sich alles erst mal finden, bis es richtig passt“, sagt Gaydoul zur Situation beim Tabellensiebten. In der Rückrunde bleibt der Kader nahezu unverändert. Lediglich Alexander Rohaly (Auslandssemester in Madrid) wird fehlen. Dafür wird Kris Jost (Doppelspielrecht TV Großwallstadt) aushelfen. Der talentierte, 19 Jahre alte Linksaußen aus Fränkisch-Crumbach kann bei 14 Partien eingesetzt werden.

 

Gegen Bad Blankenburg sind die Südhessen in der Favoritenrolle. Trotzdem dürfte dem Team von MSG-Trainer Ralf Ludwig viel Gegenwind ins Gesicht blasen, auch die Thüringer haben einen starken Kader. „In dieser starken Staffel sind die ersten zehn Mannschaften beinahe gleichstark, da entscheiden oftmals nur Nuancen“, sagt Gaydoul. Bad Blankenburg verfügt wie die meisten Konkurrenten aus dem Osten über viele, höherklassig erfahrene Legionäre. Aufpassen müssen die MSG-Spieler auf die Linkshänder Elvijs Borodovskis und Igor Ardan sowie den wurfstarken Halblinken Paul Weyrauch.