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Handball, dritte Liga –Darmstädter Echo

MSG Groß-Bieberau/Modau verliert gegen HSV Bad Blankenburg 23:24 – Angriff schwach

 


Tor im Visier: Die MSG Groß-Bieberau/Modau unterlag gegen HSV Bad Blankenburg 23:24. Juraj Niznan (Bad Blankenburg) stellt sich hier Benedikt Seeger (beim Wurf) entgegen  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Die schwache erste Halbzeit wurde bestraft. Die MSG Groß-Bieberau/Modau quittierte gegen den HSV Bad Blankenburg am Samstagabend eine überraschende 23:24 (8:13)-Niederlage in der dritten Handball-Bundesliga.

 

Es bleibt dabei: In der dritten Liga Ost kann jeder jeden schlagen. Diesmal zog die MSG Groß-Bieberau/Modau gegen den starken HSV Bad Blankenburg den Kürzeren. Die Thüringer, derzeit auf dem 13. Rang, freuten sich diebisch über zwei kaum erwartete Zähler im Odenwald. Eine emotionslose, beinahe hilflose Anfangsphase der Gastgeber verhieß nichts Gutes für den Verlauf der Partie am Samstagabend. Erst in der elften Minute warf Rechtsaußen Jan Döll mit dem 1:4 den ersten Treffer. Bis zur Halbzeit (8:13) sollten lediglich deren noch sieben folgen.

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Es war der Rückraum, wo der Schuh drückte. Michael Mailik, Maik Lebherz und Darren Weber rieben sich an Bad Blankenburgs robustem, groß gewachsenen 6:0-Mittelblock auf. Auch Benedikt Seeger bekam an seinem 30. Geburtstag kaum einen Stich. Zudem hatte Linkshänder Steve Baumgärtel völlig verwachst, was Georg Gaydoul mit dem Begriff „unterirdisch“ beschrieb. „Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden und vorne keine Lösungen gehabt“, bewertete der Geschäftsführer die erste Halbzeit.

 

Ganz anders präsentierten sich die Gäste um den torgefährlichen Antreiber Juraj Niznan (6 Tore). Sie wollten unbedingt Zählbares mitnehmen, hatten zudem gleich fünf torgefährliche Rückraumspieler aufzubieten. Groß-Bieberaus Trainer Ralf Ludwig musste sich in der Kabine schon etwas einfallen lassen, um die Mannschaft aufzurütteln und wieder auf Kurs zu bringen. Doch präsentierte sich Bad Blankenburg auch nach dem Seitenwechsel zielstrebig und abgezockt. Oftmals landete der Ball trotz angezeigtem Zeitspiel noch in den Maschen hinter den Torleuten der Odenwälder.

 

Mit zunehmender Spieldauer wussten sich dann Michael Malik (5) und Benedikt Seeger (4) zu steigern. Gegen die physisch nachlassenden Gäste gelang in den letzten zehn Minuten der Anschluss (20:23). Am Ende haderten die Südhessen beim 23:24 mit de Schiedsrichtern, welche dem guten Kreisläufer Lukas Lorenz (5) einen klaren Siebenmeter verweigerten und lediglich auf Freiwurf entschieden. So wurde zumindest ein Zähler verspielt. „Den hätten wir aber auch nicht verdient, weil unser Konkurrent einfach mehr investiert hat. Ich wiederhole mich gerne, bei einigen unserer Spieler klafft zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine große Lücke“, tadelte Georg Gaydoul nach der Begegnung. Ein erneuter Rückschlag in eigener Halle, der so nicht eingeplant war.

MSG Groß-Bieberau/Modau: Podsendek und Müller(im Tor) , Lorenz 5, Malik 5/2, Seeger 4/1, Döll 3, Baumgärtel, Rohaly 3, Lebherz, Weber 1, Arnold 1, Büttner 1/1, Göbel und Winn, Haupttorschützen für Bad Blankenburg: Niznan 6, Weyhrauch 6/4, Havel 4, Zeitstrafen:4/5, Siebenmeter: 3/3 und 4/4, Zuschauer: 450..