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Handball, Dritte Liga – 28:31 in Pirna – MSG Groß-Bieberau/Modau gehen die Spieler aus

 

Die MSG Groß-Bieberau/Modau geht nach der 28:31 (14:14)-Niederlage am Samstagabend beim Drittletzten ESV Lok Pirna in der Dritten Handball-Bundesliga schweren Zeiten entgegen. Die Verletzungsmisere bei den Odenwäldern nimmt kein Ende. In Pirna kamen neue Ausfälle hinzu.
An die Reise ins gut 500 Kilometer entfernte Pirna werden sich die Akteure der MSG Bieberau/Modau noch lange erinnern. Noch schlimmer als die unerwartete Niederlage war eine ganze Serie von Verletzungen. Gleich eine Handvoll verletzter Spieler traten die Heimreise an, Linksaußen Kris Jost musste sogar aus dem Krankenhaus abgeholt werden. Schon nach 20 Sekunden war der vom TV Großwallstadt (Doppelspielrecht) ausgeliehene Linksaußen bei einem Tempogegenstoß mit dem Kopf auf den Hallenboden gekracht, völlig  benommen wurde das 20-jährige Talent mit dem Rettungswagen abtransportiert. Linkshänder Steve Baumgärtel musste mit blaugeschwollenem Sprunggelenk schon beim Warmmachen passen, so gingen Trainer Ralf Ludwig reihenweise die Abwehrspieler aus. Ohne die nötige Routine im Mittelblock verschafften sich die Sachsen immer wieder gute Tormöglichkeiten. Gerade Jiri Havlat (3 Tore) wackelte seine Gegenspieler reihenweise aus, setzte immer wieder den wurfstarken Vladan Kovanovic (7) in Szene. So blieb der Underdog von der Elbe immer dran am eigentlichen Favoriten. In der 35.Minute stand es 19:20, als sich Till Buschmann das Knie verdrehte. Der Abwehrstratege fehlte nun an allen Ecken und Enden. Auch in der Offensive litt nun die Durchschlagskraft, gerade im Rückraum. Benedikt Seeger (3) wurde früh attackiert, Darren Weber (5/3) ist nun mal kein Goalgetter. Der junge Maik Lebherz (1) auf halblinks wirkte teilweise überfordert, hat zudem große Probleme in der Abwehr. Trainer Ralf Ludwig versuchte mit den verbliebenen Spielern alles und es blieb auch spannend. Bitter für die Südhessen: Nach dem Anschluss zum 27:28 in der 54.Minute legte Pirnas cleverer Taktgeber Jiri Boucek gleich zwei Kempa-Tricks auf, da machte sich die ganze Unerfahrenheit der MSG-Defensive bemerkbar. Bis auf Linkshänder Jan Döll (7) blieben die meisten Akteure hinter den Erwatungen zurück, Letztendlich waren die Gäste nach 35 Minuten auch nicht mehr konkurrenzfähig. Wie es nun in den kommenden Wochen weitergeht, vermochte auch Ralf Ludwig nicht zu sagen. Es gilt, erst mal die Schwere der Verletzungen zu erkunden. „Ab sofort spielen wir gegen den Abstieg, so viel steht mal fest“, erklärte Ludwig aber nach der bittersten Reise in den Osten seit Jahren.
MSG: Podsendek und Müller (im Tor), Seeger 3, Döll 7, Lorenz 2, Darren Weber 5/3, Rohaly 3, Buschmann 2, Lebherz 1, Büttner 2, Yannick Göbel 2, Jost 1 und Arnold, Haupttorschützen Lok: Kovanovic 7/2, Große 6/3, Havlat 3, Brecko 3, Zeitstrafen: 5/6, rote Karte: Helbig (Lok, 32.Minute, grobes Foulspiel), Siebenmeter: 7/6 und 4/3, Zuschauer: 400