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Donnerstag · 22.01.2015 · 13:14 Uhr · PM HSV, red - Handball-World

Nach dem Rückzug aus der 2. Handball-Bundesliga aus finanziellen Gründen im Jahr 2010 droht dem Hannoveraner Handballdrittligisten HSV Hannover fünf Jahre später der nächste finanzielle K.O. Die in der 3. Liga Ost aktive Herrenmannschaft des TSV Anderten wird – so der aktuelle Stand des Managements – die kommende Saison 2015/16 in der aktuellen Spielklasse finanziell nicht stemmen können.

"Seitdem wir in der 3. Liga spielen haben wir den finanziellen Rahmen jedes Jahr weiter verkürzt. Unsere Spieler erhalten nur eine sehr geringe Aufwandsentschädigungen oder Fahrtkosten. Seit Jahren setzen wir auf die eigene Jugend und spielen diese Saison erstmalig ohne Profi. Dennoch ist es schwer, Sponsoren für dieses Konzept zu gewinnen. Ohne neuen Hauptsponsor werden wir die nächste Saison nicht spielen können", so Manager Dirk Schroeter

Den ersten Tiefschlag erlebten die Hannoveraner bereits vor mehreren Jahren, als trotz sportlich überzeugender Leistung der Zweitliga-Abstieg durch den Rückzug des Hauptsponsors besiegelt wurde. Auch der im letzten Jahr erfolgte Ausstieg des Sponsors Meravis konnte bislang nicht kompensiert werden. Der aktuelle Rückzug zweier weiterer Sponsoren reißt zudem eine Deckungslücke in den Etat der Niedersachsen. "Der Etat für die laufende Saison ist gesichert, für die kommende Saison sieht es gar nicht gut aus", betont Manager Schroeter.

In die finanzielle Ringecke getrieben wurden die Hannoveraner zu Saisonbeginn auch durch die laut eigenen Angaben "unglückliche" Einteilung in die Staffel Ost. "Höheren Fahrtkosten stehen geringere Einnahmen durch die fehlenden Derbys gegenüber", so der Verein. Die Verträge der Spieler laufen größtenteils am Saisonende aus, sodass die personellen Planungen unbehindert anlaufen könnten. Sportlich ginge es – sollten sich keine neuen Unterstützer des Anderter Handballs finden – mutmaßlich in der Oberliga weiter. "Die Rahmenbedingungen machen momentan nichts anderes möglich. Wenn wir eine Mannschaft zusammenbekämen, wäre das zur Zeit die sportliche Perspektive", schaut Schroeter nach vorne.

Die Hoffnung aufgeben wollen die Leinestädter allerdings noch nicht. Aktive Gespräche mit lokalen und überregionalen Partnern könnten eine Trendwende bringen. Der Manager unterstreicht: "Wir werden alles daran setzen, auch in der kommenden Saison einen tollen und unterhaltsamen Handball in der 3. Liga in zu bieten." Auf der Webseite www.hsv-hannover.de gibt es set heute die Möglichkeit für die nächste Saison zu spenden. Hintergrund ist auch der Versuch das Zugpferd für den Jugendleistungshandball und das seit Jahren verfolgte Nachwuchskonzept zu erhalten.