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Handball, Dritte Liga –Darmstädter Echo

Groß Bieberau/Modau erwartet Nieder-Roden – TV Groß-Umstadt beim TV Kirchzell

 


Hoch her geht es bei den Drittliga-Vergleichen zwischen MSG Groß-Bieberau/Modau und HSG Nieder-Roden. Am Samstagabend ist im Odenwald wieder Derby-Zeit.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Derby-Zeit in der dritten Handball-Bundesliga. Die MSG Groß-Bieberau/Modau empfängt am Samstagabend die HSG Nieder-Roden. Der TV Groß-Umstadt ist am Sonntagabend beim heimstarken TV Kirchzell gefordert. Der Klassiker MSG Groß-Bieberau/Modau gegen TV Groß-Umstadt steigt dann am 21. Februar (Samstag, 19.30 Uhr) in der Darmstädter Sporthalle am Böllenfalltor.

 

Ein spannendes Derby erwartet die MSG Groß-Bieberau/Modau am Samstagabend (19 Uhr, Großsporthalle „Im Wesner“, wenn der Tabellendritte HSG Nieder-Roden zu Gast ist. Schon das Hinspiel war an Dramatik kaum zu überbieten. Im September 2014 führten die Odenwälder schon mit 24:21, ehe die Gastgeber vor über 600 begeisterten Zuschauern mit einem Kraftakt noch den 24:24-Ausgleich erzwangen. Hernach lief es bei der HSG Nieder-Roden deutlich besser als bei den mittlerweile auch durch viel Verletzungspech gebeutelten Odenwäldern.

 

Doch trotz des längeren Ausfalls von Michael Malik (Operation an der Patellasehne) und Till Buschmann (Knieverletzung), wichtige Stützen gerade in der Abwehr, bewies die Mannschaft in den letzten zwei Wochen Moral und rückte zusammen. Erster Lohn war der souveräne 35:25-Erfolg beim Northeimer HC am letzten Sonntag.

 

Nun wartet aber ein anderes Kaliber auf die Südhessen. Die zielstrebigen Gäste um den ehrgeizigen Trainer Alexander Hauptmann patzten letzten Samstag beim TV Groß-Umstadt in einem typischen Derby. Große Gefühle, gesunde Aggressivität und persönliche Fehden erwarten die Zuschauer auch am Samstagabend in Groß-Bieberaus guter Stube.

 

Allerdings ist die Ausgangslage für die Odenwälder weiter gespannt. Neben Malik und Buschmann fällt Rückraumspieler Maik Lebherz aus. Zudem knickte Routinier Steve Baumgärtel in Northeim erneut um. Sein Einsatz ist fraglich. Solche personellen Nackenschläge machte die Mannschaft von Trainer Ralf Ludwig zuletzt mit viel Herzblut wett. Ob das und der Heimvorteil gegen einen spielstarken Gegner wie Nieder-Roden reichen, bleibt abzuwarten.

 

Am Mittwochabend hatte Trainer Ludwig gerade mal vier Feldspieler im Training, was die Stimmung nicht aufhellte.

 

„Die Vorbereitung auf das Spiel konnte nicht schlechter laufen. Zudem haben wir bei Heimspielen wohl auch ein mentales Problem. In der Fremde treten wir viel lockerer und nicht so fehlerbehaftet auf“, erkannte Ralf Ludwig. Trotzdem ist der Trainer mit der sportlichen Entwicklung gerade einiger junger Spieler zufrieden.

 

Trotz des überraschenden Erfolgs gegen die HSG Nieder-Roden dürfte der TV Groß-Umstadt am Sonntag (17 Uhr, Parzivalhalle) die Außenseiterrolle spielen. Die Reise geht ins bayrische Amorbach, zum TV Kirchzell. Die Gastgeber um Trainer-Urgestein Gottfried Kunz sind zu Hause eine Macht. Bis auf die knappe Niederlage gegen den Zweiten HC Elbflorenz wurden alle Partien gewonnen.

 

Es ist wirklich Jahr für Jahr beeindruckend, was der kleine Verein aus dem bayrischen Odenwald trotz geringster finanzieller Mittel auf die Beine stellt. Die Stammsechs ist vielleicht die eingespielteste der Liga. Sie besitzt mit dem bundesliga-erfahrenen Andreas Kunz (früher TV Großwallstadt) einen routinierten Taktgeber, der es versteht, das Tempo zu variieren.

 

Groß-Umstadt muss Kirchzell physisch fordern, denn die überschaubare Ersatzbank der Gastgeber hat kaum etwas zu bieten. Schon im Hinspiel gab es einen Sieg für den TV Kirchzell. Da war Kunz (9 Tore) nicht nur der erfolgreichste Torschütze, sondern auch an allen anderen Toraktionen beteiligt. Keine leichte Aufgabe für die Gäste, die sich trotzdem gut aus der Affäre ziehen möchten. „Wir müssen versuchen, das druckvolle Angriffsspiel Kirchzells zu unterbinden und in der Abwehr wieder hart arbeiten“, gibt Groß-Umstadts Trainer Tim Beckmann die Marschroute vor.