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Kämpferische Partie von beiden Teams

 

Mit voller Hoffnung startete die MSG Groß-Bieberau/ Modau in das Derby gegen die HSG Nieder-Roden. Auf MSG-Seite hatte man sich trotz der angespannten Personalsituation (es fehlten Michael Malik, Till Buschmann, Maik Lebherz, Alexander Rohaly) einiges vorgenommen. Der klare Erfolg beim Northeimer HC sollte den Spielern von Ralf Ludwig Sicherheit gegeben haben, denn der Auftritt dort brachte auch ein wenig Ruhe in die schwierige Tabellensituation. Da die Baggerseepiraten aus Nieder-Roden auch nicht unbedingt super in das neue Handballjahr gestartet waren, schien das Derby recht offen.

 

 

Kaum eine Minute gespielt, schon gab es die rote Karte für Tim Plattner von der MSG Groß-Bieberau/ Modau. Das Derby hatte nun bereits Fahrt aufgenommen.

Nach einem Paukenschlag in der ersten Spielminute wusste auch der letzte der 700 Zuschauer dass heute ein energiegeladenes Derby auf dem Plan stand. Mit seiner ersten Aktion erhielt Tim Plattner von der MSG die rote Karte, hart in der Konsequenz der beiden Schiedsrichter. Die MSG zeigte sich kämpferisch optimal eingestellt, spielerisch konnten beide Teams kaum glänzen, denn die Abwehrreihen zeigten sich auf Augenhöhe. Und hart wurde gespielt, keiner wollte zurückstecken. Die Gastgeber befreiten sich als erste aus der Umklammerung des Abwehrbollwerks Nieder-Rodens und gingen sogar deutlich in Führung. Mit sechs Treffern führten die Männer von Ralf Ludwig und ganz besonders Nicolai Winn glänzte mit drei Treffern in Folge. Die Schiedsrichter blieben zunächst ihrer Linie treu, viele Unterbrechungen prägten die Partie. Zur Halbzeit führte die MSG mit 14:10.

Das es eng werden würde, merkte die Zuschauer bereits nach fünf Minuten in der zweiten Hälfte. Da hatten sich die Hauptmann-Schützlinge wieder zurück ins Spiel gebracht und bis auf einen Treffer verkürzt. Nun ging es hin und her. Die Trainer beider Mannschaften hatten ebenso wie die Physiotherapeuten Hochkonjunktur.  Kein Team erarbeitete sich riesige Vorteile, bei Nieder-Roden zeigte sich nun sogar Kai Feldmann sehr gut positioniert. Die MSG lag ständig mit einem Treffer in Führung, doch konnten sich die Spieler von Ralf Ludwig einfach nicht absetzen. Spannend verlief die Partie, hart umkämpft, manchmal vielleicht die Grenzen ein wenig überschreitend, aber immer noch im Stile eines Rassederbys. Zwölf Minuten vor Schluss schien sich die Partie zu drehen. Die MSG haderte mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, Nieder-Roden führte plötzlich und die Anhänger der MSG befürchteten, das sich die Heimmannschaft wie so oft in dieser Saison für die Leistung nicht belohnte. Plötzlich führten die Gäste deren mitgereister Anhang sich euphorisch mitreißen ließ. Doch das Kämpferherz der MSG war an diesem Spieltag unerschütterlich. Bis zur letzten Sekunde blieb es spannend. Steve Baumgärtel traf, doch Alexander Weber glich aus. Benedikt Seeger schloss den vorletzten Angriff mit dem 27:26 ab. Die Gäste kamen nochmals in Ballbesitz, brachten mit Michael Weidinger einen siebten Feldspieler. Das zahlte sich aus, Alexander Weber erzielte sieben Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 27:27. Übrigens erhielt Kai Feldmann in der 57. Spielminute die rote Karte. Die Zuschauer die heute gekommen waren, sahen eine packende Partie die Lust auf mehr machte. Das nächste Derby findet übrigens am 21. Februar in Darmstadt gegen Groß-Umstadt statt. Und da haben wir sicher noch eine Menge gut zumachen.  (pfl)

 

Mannschaftsaufstellungen:

MSG Groß-Bieberau/ Modau: Podsendek, Müller, Göbel 1, Büttner, Seeger 7, Baumgärtel 3, Plattner, Winn 3, Jost, Lorenz 2, Weber 5/4, Arnold 3, Döll 3.

Trainer: Ralf Ludwig

HSG Nieder-Roden: Hoppenstaedt, Rhein, Weber 4, Henkel 2, Schmid 3, Zutic 1 Feldmann 6, Erk, Kohlstrung, Stenger, Heß, Weidinger 5, Kaiser 5/3, Keller 1.

Trainer. Alexander Hauptmann

Zeitstrafen:  5/ 6 - rote Karte für Tim Plattner/ MSG und Kai Feldmann/ Nieder-Roden

Siebenmeter: 4/4 - 5/3

Schiedsrichter: Philipp Jäckel/ Christian Staszak

Zuschauer: 700