NEWS-TICKER +++ Die naechsten Spiele: Northeimer HC - MSG I, Sonntag (25.) um 17 Uhr // TV Reinheim - MSG II, Samstag (24.) um 19 Uhr +++ NEWS-TICKER

 

Handball, dritte Liga –Darmstädter Echo

Groß-Bieberau/Modau und HSG Nieder-Roden trennen sich 27:27

 


Handarbeit: Nils Arnold (26) und Jan Döll (29), beide MSG Groß-Bieberau/Modau, beackern Kai Feldmann (beim Wurf) und Christian Schmid (links). beide Nieder-Roden.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Spannung pur in der dritten Handball-Bundesliga: Einmal mehr trennten sich die MSG Groß-Bieberau/Modau und die HSG Nieder-Roden im Derby Unentschieden. Das 27:27 (14:10) entwickelte Dramatik.

 

Es war ein kurzer Moment der Enttäuschung bei allen Verantwortlichen der MSG Groß-Bieberau/Modau. Nieder-Rodens Alexander Weber hatte sieben Sekunden vor dem Abpfiff das 27:27 erzielt. Wie im September trennten sich beide Mannschaften am Samstagabend vor 700 Zuschauern unentschieden.

 

Wieder bestimmten die Odenwälder lange das Spiel und führten. Dank einer leidenschaftlichen Vorstellung kompensierten sie gegen den Tabellenritten viele Verletzte. Dabei wurden die Sorgen von Trainer Ralf Ludwig nach 90 Sekunden noch größer. Bei der ersten Aktion erhielt der vor drei Wochen erst verpflichtete Abwehrstratege Tim Plattner gleich die Rote Karte – eine harte Entscheidung. „Unser ganzes Konzept war plötzlich über den Haufen geworfen“, klagte Ludwig.

 

Mit Lucas Lorenz und Nils Arnold wurde nun der Mittelblock besetzt. Es war eine Augenweide, beiden zuzusehen. Nieder-Rodens Angriff wurde früh attackiert, musste oft aus der Distanz werfen. Nach dem 5:5 gewannen die Gastgeber dank der Abwehr ein Übergewicht. Zuvor hatte der junge Arnold noch nie im Zentrum gedeckt. „Wir haben normalerweise bessere Kräfte für diesen Job, aber als Notlösung hat es gut funktioniert“, blieb der Kreisläufer, der auch drei Treffer erzielte, bescheiden. Im Angriff dürfte Nicolai Winn aus der Reserve ran und traf ebenfalls dreimal. Zur Pause stand es 14:10 und die Zuschauer waren angetan vom hohen Einsatz beider Mannschaften. Für einen Erfolg reichte es nicht, denn mit zunehmender Spieldauer fehlte die Kraft.

 

Steve Baumgärtel und der starke Benedikt Seeger (7) mussten durchspielen, ebenso wie Jan Döll und Kris Jost. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht gut gedeckt“, befand Arnold. Angetrieben vom wurfstarken Kai Feldmann (6) holten die Gäste nach dem 19:15 Tor um Tor auf, führten 24:23 (53.). Eine Minute vor dem Abpfiff traf Benedikt Seeger mit einem platzierten Wurf zum 27:26, ehe Weber ausglich.

 

Ralf Ludwig lobte die Einsatzfreude der Rumpf-Mannschaft. Gäste-Trainer Alexander Hauptmann flüchtete sich in Zynismus: „Der Verein und die Mannschaft wollen unbedingt in die Zweite Liga“, erklärte er unter großem Gelächter. Dann zählte Hauptmann die vielen schweren Auswärtsspiele auf, die Nieder-Roden noch vor sich hat. In der Vorrunde spielten die Südhessen lediglich sechsmal auswärts. Auch die Odenwälder müssen noch sieben Mal auswärts ran. In zwei Wochen (21. Februar, 19.30 Uhr) zieht die MSG Groß-Bieberau/Modau in die Darmstädter Böllenfalltorhalle um, dann kommt der TV Groß-Umstadt.

MSG Groß-Bieberau/ Modau: Podsendek, Müller (im Tor), Seeger 7, Weber 5/4, Göbel 1, Büttner, Baumgärtel 3, Plattner, Winn 3, Jost, Lorenz 2, Arnold 3, Döll 3.

HSG Nieder-Roden: Rhein, Hoppenstaedt (im Tor), Weidinger 5, Weber 4, Henkel 2, Schmid 3, Kaiser 5/3, Zutic 1, Feldmann 6, Erk, Kohl-strung, Stenger, Heß, Keller 1.

Zeitstrafen: 5/6, Rote Karten: Plattner/Feldmann/ beide grobes Foulspiel, Siebenmeter: 4/4 und 5/3, Zuschauer: 700.