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Handball, Dritte Liga – Darmstädter Echo


Darren Weber (links) fiebert mit der MSG Groß-Bieberau dem Drittliga-Derby gegen den TV Groß-Umstadt in der Darmstädter Böllenfalltorhalle entgegen.  Archivfoto: Jürgen Pfliegensdörfer
Wieder einmal ist alles angerichtet für spannenden Drittliga-Handball in Darmstadt. Am Samstagabend (19.30 Uhr) trifft die MSG Bieberau/Modau im Südhessen-Derby in der Darmstädter Böllenfalltorhalle auf den TV Groß-Umstadt.

Sportlich hat sich der Ausflug in die südhessische Metropole bisher nicht gelohnt für die MSG Groß-Bieberau, doch den regen Zuschauerzuspruch und die damit verbundenen Einnahmen möchten die Odenwälder nicht missen. Zudem betont die Regie immer wieder die wichtige Außendarstellung der Handball-Drittligisten in der Region.

 

Seit der Premiere vor vier Jahren wurden die zum Teil packenden Vergleiche immer von mehr als 1000 Zuschauern verfolgt. Die Veranstaltung hat sich zu einem großen Treffen vieler Handballer aller Bezirke und Altersklassen gemausert. Sportlich ist wie immer alles offen, auch wenn die Spielgemeinschaft endlich mal gewinnen will. Das ist dem Team von Trainer Ralf Ludwig in den letzten Jahren nie gelungen, es wird Zeit für die Gastgeber. Der junge Darren Weber hat das Siegesgefühl gegen den TVG auch noch nicht erlebt, der Taktgeber fiebert wie seine Nebenleute der Partie entgegen.

Nach den Verletzungen von Michael Malik und Till Buschmann müssen die vielen jungen MSG-Talente nun richtig ran, gerade im Rückraum besteht großer Bedarf. Eine Chance für die 20-jährigen Maik Lebherz und eben Darren Weber. „Für Michael und Till tut es mir echt leid, aber für mich persönlich ergeben sich nun viel mehr Möglichkeiten. Ich kann dazu beitragen, die Mannschaft besser zu machen, daher empfinde ich die höhere Belastung als äußerst positiv“, erklärt der gebürtige Darmstädter. Und Angst vor der großen Zuschauerzahl hat der Aufbauspieler auch nicht. „So ein Publikum kann auch beflügeln. Ich lebe in Darmstadt, bin dort aufgewachsen, da kommen natürlich viele Schulfreunde und Bekannte vorbei“, mutmaßt Weber, der fest an den ersten Sieg glaubt.

Da dürfte Thomas Bolling etwas dagegen haben. Der erfahrene Keeper hatte mit seinen Paraden in den letzten Wochen großen Anteil am Aufschwung des TV Groß-Umstadt. Drei Zähler holte der TV aus den beiden Derbys gegen die HSG Nieder-Roden und TV Kirchzell und sorgte damit für beruhigenden Abstand zu den Abstiegsplätzen. Bolling war lange in Kirchzell tätig, kam vor der Runde vom Oberligisten HSG Kahl an die Weininsel und fühlt sich pudelwohl. „Jetzt macht mir Handball wieder richtig Spaß. Nun kommt der Höhepunkt, jeder Handballer träumt von großen Kulissen. Die sind in dieser Liga keine Selbstverständlichkeit“, sagt Bolling.

Taktisch hofft der Routinier auf eine stabile Abwehr und erfolgreiche Tempogegenstöße. „Die MSG hat bewiesen, dass sie die vielen Ausfälle kompensieren kann. Die wollen in dieser Halle endlich gewinnen, es wird sehr schwer für uns“, glaubt der Torwart.

Laut MSG-Manager Georg Gaydoul gibt es genügend Karten an der Abendkasse. Die Zuschauer sollten sich frühzeitig einfinden. Ab 18 Uhr ist die Böllenfalltorhalle geöffnet.