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22. Februar 2015 - Darmstädter Echo

 

 


Umkämpftes Derby: Benedigt Seeger (MSG Groß-Biebrau/Mitte) legt bei der Drittliga-Partie gegen Lokalrivale TV Groß-Umstadt auf Mitspieler Darren Weber (links) am Kreis ab. Weber hat zum 29:24 der MSG insgesamt neun Treffer beigesteuert.  Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Zum ersten Mal hat Handball-Drittligist MSG Bieberau in der Darmstädter Böllenfalltorhalle gewonnen: Mit 29:24 (13:10) setzten sich die Odenwälder vor über 1300 Zuschauern am Samstagabend gegen den TV Groß-Umstadt durch.

DARMSTADT.

Zum ersten Mal siegreich vom Platz ging die MSG Bieberau/Modau in der Darmstädter Böllenfalltorhalle: Im Derby der dritten Handballliga gegen den TV Groß-Umstadt konnten sich die Odenwälder in der altgedienten Sporthalle mit 29:24 (13:10) durchsetzen – damit hatte sich der jährliche Ausflug auch sportlich gelohnt. Für die Umstädter war der Samstagabend weniger erfreulich. die Niederlage half dem Tabellen-Dreizehnten nicht dabei, sich weiter von den Abstiegsrängen zu entfernen.

 

MSG-Manager Georg Gaydoul grinste über das ganze Gesicht angesichts der langen Schlange vor dem Kassenhäuschen, auch finanziell war der Umzug eine lohnende Angelegenheit. Akteure aus allen anliegenden Vereinen fanden sich in der proppevollen Halle zum großen handballtreffen wieder. Die 1320 Zuschauer sahen eine umkämpfte erste Halbzeit, in der beide Kontrahenten besonders in der Defensive überzeugten. Vor allem die beiden Torhüter Markus Podsendek (MSG) und Thomas Bolling (TVG) konnten überzeugen. Die Gäste aus Groß-Umstadt setzten auf eine offensive 3-2-1-Formation, die 20 Minuten richtig gut stand (7:7). Doch daraus konnte das Team von Tim Beckmann kein Kapital schlagen, denn vorne lief es für die Handballer von der Weinsinsel nicht richtig rund. Die enge Deckung egegn Torjäger Florian See bereitete dem TVG Schwierigkeiten. „Die Manndeckung war nicht das Problem, aber es ist uns in dieser Phase und auch danach nicht gelungen, Sebastian Paul einzusetzen. Das war einfach zu statisch“, monierte Holger Zindt. Dennoch gelanden Paul am Samstag sieben Treffer. Trotzdem hieß es zur Halbzeit 13:10 für Groß-Bieberau.

 

Umstadts Abteilungsleiter staunte nach dem Seitenwechsel nicht schlecht: Wie die Feuerwehr legte der Konkurrent um Trainer Ralf Ludwig los. Angetrieben vom hellwachen Darren Weber, sorgten die Gastgeber innerhalb von zehn Minuten für klare Verhältnisse. 19:11 stand es nach 39.Minuten. Eine Vierstelstunde vor Schluss nahm Tim Beckmann beim Stand von 22:14 eine Auszeit. Zuvor waren seine Schützlinge völlig abgetaucht. Danach konnten lediglich Sebastian Paul (7) und Kreisläufer Jan Blank (2) noch Nadelstiche setzen. Am MSG-Erfolg änderte das aber nichts. Vor allem in der Kleingruppe kamen die junge MSG-Talente zu einfach zu Toren.

Junge MSG-Talente überzeugen im Derby

Neben Weber gefielen Benedikt Seeger (6) und Steve Baumgärtel (4). Die Routiniers konnten Akzente setzen, wenn es eng wurde. In der Defensive sorgte Till Buschmann nach seine Knieverletzung für die nötige Stabilität.

 

Den Schlusspunkte setzte Weber mit seinem neunten Tor zum 29:22 . Damit besiegelte er den ersten Erfolg der Odenwälder in der Böllenfalltorhalle . „Wir haben nach der Pause die Auslösungen gut gespielt und die Dinge auf den Punkt gebracht. Das war der wichtigste Sieg der Saison“, sagte Weber. Die Gastgeber hatten individuell mehr zu bieten als die Gäste aus Groß-Umstadt.

MSG: Podsendek und Müller (im Tor), Seeger 5, Weber 9/4, Baumgärtel 4, Arnold 4/1, Lorenz 3, Döll 3, Yannick Göbel 1, Lebherz, Buschmann, Jost, Winn und Büttner.

TVG: Bolling und Zwiers (im Tor), Paul 7, See 5/3, Kraft 3, Kramer 2, Purucker 2, Blank 2,

Eisenträger 1, Acic 1, Geissler 1, Brunner, Kwiatkowski und Kraus.

Zeitstrafen: 4/3, Siebenmeter: 6/5 und 5/3, Zuschauer: 1320.